Spiele dürfen daher auf keiner guten Kinderparty fehlen. Wir haben uns mal umgehört und acht typische Kinderspiele aus unterschiedlichen Ländern zusammen getragen. Vielleicht ist da ja auch was für eure nächste Feier dabei?

Südafrika – Wer hat angefangen?

Ein Kind wird ausgewählt und entfernt sich für kurze Zeit. Ein anderes Kind wird als Anführerin bestimmt und die Kinder bilden einen Kreis. Das erste Kind darf nun wieder zurückkommen. Das als Anführerin bestimmte Kind beginnt nun mit einer bestimmten Bewegung, die anderen machen es ihr sofort nach. Immer wieder wird die Bewegung geändert (z.B. winken, sich am Bauch kratzen, hüpfen…). Das zu Beginn ausgewählte Kind muss nun versuchen herauszufinden, welches Kind die Anführerin ist und hat dazu drei Chancen zu raten. Anschließend kann es eine neue „Raterin” wählen.

Israel – Apfel, Birne, Kirsche

Ein beliebtes Kinderspiel, das die Kinder  in Isreal spielen, heißt übersetzt „Apfel, Birne, Kirsche“. Mindestens fünf Kinder ab vier Jahren werden für dieses Kinderspiel benötigt. Einziges Utensil ist ein Springseil. Zwei Kinder halten das Seil und schwingen es. Die anderen Kinder suchen sich eine Obstsorte aus. Rufen die beiden Kinder, die das Seil schwingen, die Obstsorte, so läuft das jeweilige Kind zum Seil und hüpft mit. Nach und nach werden alle Obstsorten aufgerufen, sodass alle Kinder mithüpfen können.

Japan – Hühnerjagd

Ein Kind wird Adler und ist somit Fänger. Alle anderen Kinder sind Hühner, die wild umher rennen. Wird ein Huhn vom Adler berührt, muss es sich hinhocken. Alle Kinder können im vorbeilaufen dieses Huhn befreien, indem sie „Lauf!“ rufen und es dabei berühren. Wenn der Adler es schafft, dass zwei „Hühner“ hocken, dann kann er auswählen, wer von den beiden Hühnern der Fänger wird.

Polen – Stampfkartoffel

Alle Kinder stehen um einen Tisch und stellen zunächst ihre Faust mit dem Daumen nach oben auf die Tischplatte. Die zweite Faust wird um den Daumen geschlossen und dies soll ein Stampfholz sein. Danach legen sie die Fäuste vertikal übereinander, so dass eine lange Stampfholz-Reihe entsteht. Nun stampfen sie rhythmisch und singen: „Stampf-Kartoffel, Stampf-Kartoffel, eine Hand muss weg“. Die unterste Faust wird nun gelöst und oben auf den obersten Daumen aufgesetzt. Dann singen die Kinder erneut. „Stampf-Kartoffel, Stampf-Kartoffel, eine Hand muss weg“. Das Spiel geht so lange, bis das Stampfholz auseinanderfällt.

Dänemark – Wie bist du übers Meer gekommen?

Es werden zwei gegenüberliegende Linien in einem Abstand von fünf Meter gezogen. Das soll das eine Ufer sein. Ein Kind wird als Fischerin ausgewählt und sie stellt sich hinter eine Linie. Die anderen Kinder stellen sich hinter die die andere Linie. Die Kinder rufen nun im Chor zur Fischerin hinüber: „Fischerin, wie bist du übers Meer gekommen?“ Daraufhin zeigt die Fischerin, eine Geste, z.B. hüpft sie auf einem Bein oder sie springt rückwärts. Nun müssen die Kinder dies nachmachen und versuchen dabei, das andere Ufer zu erreichen. Die Fischerin aber bewegt sich in gleicher Weise und versucht, ein Kind zu fangen. Gelingt es der Fischerin, ein Kind zu fangen, dann wird das gefangene Kind zur neuen Fischerin. Die Fischerin muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um das Meer zu überqueren.

Deutschland – Die Hexe schläft

Die Kinder bilden einen Kreis. Ein Kind ist die Hexe und steht mit geschlossenen Augen in der Mitte. Ein anderes Kind nähert sich leise der Hexe. Wenn die Hexe ein Geräusch hört und mit dem Finger in die richtige Richtung zeigt, muss das Kind wieder zurück auf die Anfangsposition. Schafft ein Kind aus dem Kreise es aber, die Hexe zu berühren, tauschen die beiden die Plätze oder ein anderes Kind darf es versuchen.

Brasilien  – Lach nicht

Alle Kinder stehen im Kreis. Ein Kind geht herum und sagt ernst,
ohne Grimassen und ohne zu lachen, zu jedem Kind: „Lach nicht!“. Wer lacht oder sich verspricht, scheidet aus oder gibt ein Pfand ab. Wenn das Kind die Runde im Kreis beendet hat, kommt das nächste Kind an die Reihe.

Chile – Flamingo fangen

Ein Kind ist die Fängerin und die anderen Kinder sind die Flamingos. Die Flamingos stehen auf dem rechten Bein und ziehen das Knie des linken Beines in Richtung Nase. Nun wird der rechte Arm unter den hochgezogenen Oberschenkel hindurch gesteckt und die Hand fasst die Nase an. Wer in dieser Position verharrt, darf nicht gefangen werden. Wer umkippt, muss wegrennen oder möglichst schnell wieder die alte Position einnehmen, um nichtgefangen zu werden.

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