Seit Anbeginn des Internets wird das World Wide Web vor allem von einem dominiert: Katzen. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es die Haustiere auch endlich auf die große Leinwand schaffen. Mit „Kedi: Von Menschen und Katzen“ kommt am 10. August eine Dokumentation ins Kino die Groß und Klein und ganz sicher nicht nur Katzen-Fans verzaubert.

Als Kedi am 10. Februar in den USA spielte er bereits in den ersten Wochen über 2,2 Millionen US-Dollar ein und wurde quasi über Nacht zu einem riesigen Erfolg. Damit können die Kätzchen Blockbustern wie „Logan“ oder „Die Schöne und das Biest“ zwar noch nicht ans Wasser reichen, aber immerhin schafften sie es in den USA die dritterfolgreichste ausländische  Dokumentation aller Zeiten zu werden. Was genau den Reiz von „Kedi“ ausmacht, dürfte der folgende Trailer andeuten.

Erzählt wird in „Kedi“ die Geschichte von sieben Straßenkatzen in Istanbul. So folgen wir den Streifzügen unter anderem der frischgebackenen Katzenmama Sari, Rattenjäger Aslan und dem Gentleman – denn niemand bettelt höflicher um Essen als er – Duman. Dabei wird schnell klar: Die Katzen sind für die Menschen in ihrer Umgebung mehr als nur Streuner. Sie sind ein Teil der Stadt und Freunde der Menschen die dort leben.
So machen einige Anwohner regelmäßige extra Rundgänge um die Katzen zu versorgen. Und neben Futter werden Katzenjungen  bei Entzündungen Augentropfen verabreicht und sie werden sogar zum Arzt gefahren. Die einzelnen Beweggründe sind dabei so verschieden wie die Katzen selbst. Ein Protagonist erzählt, das es eine Katze war die ihm durch eine Depression half. Eine junge Frau findet die Eleganz und Gelassenheit der Katzen fazinierend, nennt sie „feminin“ und zieht Vergleiche über die Stellung von Weiblichkeit in der türkischen Gesellschaft.

Fast scheint es als würde die Regiesseurin Ceyda Torun die Straßenkatzen als Spiegel von Charakteren und Gemütszuständen ihrer menschlichen Pendants zu inszenieren.

Die Dokumentation ist weniger belehrend, sondern vielmehr ein Liebesbrief an das urbane Leben in einer Großstadt und ein philosophisches Tribut an die therapeutische Kraft von Tieren, an der sicher auch Hundefans gefallen finden.

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