Die Sommerferien sind in den meisten Bundesländern zu Ende, für tausende Kinder beginnt in diesen Tagen die Schule. Besonders aufregend wird es für die Erstklässer, die dem „großen Tag“ ihrer Einschulung entgegenfiebern. Doch nicht nur für Kinder, auch für Eltern bedeutet die Einschulung eine große Umstellung. Wir haben ein paar Tipps für euch gesammelt, damit die Eingewöhnung leichter fällt.

Den Rhythmus umstellen

Frühes Aufstehen lässt sich üben (Foto: Pixabay)
Frühes Aufstehen lässt sich üben (Foto: Pixabay)

Die Schule beginnt in der Regel früher als Kita oder Kindergarten. Das bedeutet für alle Beteiligten: früher aufstehen. Deshalb lohnt es sich, den Rhythmus schon einige Tage vor Schulbeginn umzustellen und abends ganz konsequent eher ins Bett zu gehen, damit es morgens nicht so schwer fällt, aus den Federn zu kommen. Auch ein Punkt, damit es morgens nicht stressig wird: Abends schon die Kleider rauslegen, die am nächsten Tag angezogen werden sollen. Und natürlich den Schulranzen packen, das Mäppchen vorbereiten, Stifte anspitzen, Turnbeutel bereitlegen! Das macht Spaß und unterstützt den Einstieg.

Positive Einstellung zur Schule vermitteln

Keine Angst vor dem Schulanfang: Eltern sollten Kindern eine positive Haltung zum Lernen vermitteln (Foto: Pixabay)
Keine Angst vor dem Schulanfang: Eltern sollten Kindern eine positive Haltung zum Lernen vermitteln (Foto: Pixabay)

Eltern (und Großeltern) sollten Sätze wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ oder „Ab jetzt gilt, was der Lehrer sagt!“ tunlichst vermeiden. Natürlich ist die Einschulung eine Zäsur. Aber gerade in der ersten Klasse geht es in den ersten Wochen noch spielerisch zu, die Kinder werden langsam mit der Schule und dem Unterricht vertraut gemacht. Eltern helfen ihrem Nachwuchs, wenn sie ihm vermitteln, dass Lernen Spaß macht, dass es spannend ist, neue Kinder kennenzulernen, und dass sie mit Sorgen oder Eindrücken jederzeit zu ihnen kommen können. Ansonsten gilt: Eigene Bedenken wie etwa „Die Lehrerin ist zu alt“ oder „Die anderen Eltern sind alle so ehrgeizig“ nicht vor den Kindern äußern. Das verunsichert nur oder schürt Ängste. Gelassenheit ist hier das Zauberwort.

Aufgeschlossen sein

Neben wem sitze ich? Wie ist die Lehrerin? Am Anfang ist alles neu und spannend (Foto: Pixabay)
Neben wem sitze ich? Wie ist die Lehrerin? Am Anfang ist alles neu und spannend (Foto: Pixabay)

Klar, am Anfang ist alles neu: Der Weg zur Schule, das Schulgebäude, die Klassenkameraden, die Lehrer, der Stundenplan. Dem kann man ängstlich gegenüber stehen oder offen. Eltern helfen ihren Kindern, wenn sie ihnen Mut machen und versuchen, eigene Ängste im Zaum zu halten. Neues ist spannend! Den Weg zur Schule kann man schon vorher üben und ein paar Mal ablaufen, auch das Gebäude kann man besichtigen. Viele Schulen bieten auch an, dass die Erstklässer einige Tage vor der Einschulung bereits den Hort besuchen dürfen. Dort können sie schon einmal ein paar zukünftige Klassenkameraden kennenlernen und Schulatmosphäre schnuppern.

Probleme ernst nehmen

Bei vielen Schulproblemen hilft: Rechtzeitig darüber reden (Foto: Pixabay)
Bei vielen Schulproblemen hilft: Rechtzeitig darüber reden
(Foto: Pixabay)

Sollte es nach einigen Wochen in der Schule tatsächlich Probleme geben, etwa, weil das Kind keine Freunde findet, mit einem Lehrer oder einer Lehrerin nicht zurecht kommt, sich schlecht konzentrieren kann oder Probleme hat, dem Lernstoff zu folgen, sollte rechtzeitig das Gespräch mit dem Pädagogen gesucht werden. Viele kleinere Anlaufschwierigkeiten lassen sich gemeinsam beheben – allerdings sollte man die Probleme auch ernst nehmen und nicht verschleppen, nach dem Motto: Das regelt sich schon von allein mit der Zeit. Lieber rechtzeitig reagieren und sich auch mit den Eltern anderer Schüler austauschen. Vielleicht bietet es sich ja an, einmal in der Woche einen ungezwungenen Elternstammtisch zu machen, beim Italiener um die Ecke oder in einer netten Bar. In ungezwungener Atmosphäre fernab vom Schulhof lässt sich vieles netter besprechen.

Für Ausgleich sorgen

Entspannung und Spaß durch Sport, zum Beispiel beim Fußball (Foto: Pixabay)
Entspannung und Spaß durch Sport, zum Beispiel beim Fußball (Foto: Pixabay)

Für viele Kinder – besonders Jungen – ist das Stillsitzen in der Schule zunächst sehr ungewohnt. Deshalb ist es wichtig und tut gut, sich nach dem Unterricht entsprechend auszutoben. Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball machen Spaß, fördern das Gemeinschaftsgefühl und stärken Motorik und Ausdauer. Aber auch Reiten, Radfahren, Ballett, Schwimmen oder Turnen sind toll – Hauptsache, Bewegung! Wichtig ist aber, dass nicht gleich wieder Leistung auf dem Programm steht. Viele Kinder haben inzwischen ein derart volles Wochenprogramm, dass sie regelrecht erschöpft sind. Dabei brauchen sie zwischendurch auch Zeit und Ruhe, um einfach nur zu spielen, zu entspannen und die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Deshalb: Nach Schule und Hausaufgaben die freie Zeit genießen und am besten auch mal raus in die Natur.

Photo by Daniel Watson on Unsplash