Halloween naht – nur noch wenige Tage bis zum großen Gruselfest! Wer sich mit der gesamten Familie zu blutroter Bowle, Geister-Chips und sonstige Leckereien vor dem Fernseher fürchten möchte, muss auf richtige Horrorfilme trotz Kinder nicht verzichten. Wir haben für euch unsere Lieblings-Gruselfilme zusammengesucht, die in jedem Alter Spaß an Gänsehaut machen!

Jumanji

Was als Fantasy-Abenteuer-Film beschrieben ist, ruft mindestens soviel Gänsehaut hervor, wie ein waschechter Horrorfilm. Jumanji beginnt im Jahr 1869 als zwei Kinder im Wald eine Holzkiste begraben. Nach einer Zeitblende von rund 100 Jahren stößt Alan in einer Baugrube auf die ominöse Kiste und findet darin ein uraltes Würfelspiel. Alan beginnt das Würfelspiel mit seiner Freundin Sarah – ein großer Fehler, wie sich bald herausstellen sollte. Für Erwachsene und die mutige Kinder ab circa 12 Jahren ein besonders spannender und stellenweise recht gruseliger Film. Wie in einer Zeitreise wird man als Zuschauer beinahe selbst ins Würfelspiel gezogen.

Casper

Diesen kleinen Geist wünscht sich beinahe jeder als Freund. Casper verzaubert im Original die junge Christina Ricci und erobert im gleichen Atemzug auch unsere Herzen. Kat (Christina Ricci), Tochter des Spuktherapeuten Dr. James Harvey, begegnet in der Villa, die ihr Vater von kurz zuvor ergattert hat, auf das recht scheue und doch sehr liebenswerte Gespenst Casper. Der kleine Casper sucht schon lange nach wahren Freunden, hat allerdings mit seiner ersten sterblichen Freundin und Hausbewohnerin Kat noch so seine Schwierrigkeiten. Das Geistertrio, bestehend aus Onkel Stretch, Stinkie und Fatso, raten Casper dringend ab, sich mit den „Neuen“ anzufreunden und versuchen alles Kat und ihren Vater wieder aus dem Haus zu vertreiben. Eine besonders herzerwärmende Geschichte um Freundschaft und Vertrauen beginnt. Mit der Altersfreigabe ab 6 Jahren, selbst für die kleinsten Gruselfreunde geeignet.

E.T.

Stephen Spielbergs Meisterwerk der 80er-Jahre: mit E.T. verarbeitet der renommierte Regisseur Gefühle aus der eigenen Kindheit, wie die Einsamkeit und Orientierungslosigkeit nach der Trennung seiner Eltern. Für manch einen eine der liebenswertesten Gruselfiguren, für manch anderen die pure Verkörperung von Schauer und Angst. In einem Wald in Kalifornien landen Außerirdische und sammeln Pflanzen, als plötzlich Menschen auftauchen flüchten die Fremdlinge und lassen versehentlich einen Artgenossen zurück. Der kleine Außerirdische findet Unterschlupf bei der kleinen Elliott. Eine große Freundschaft beginnt. Der Film lässt hervorragend durch die Augen der Kinder blicken, gezielt wird hier und da Schauer ausgelöst. Spannung, Sehnsucht und Angst in einem Film.

Ghostbusters

Die Geisterjäger sind nach über 30 Jahren noch absoluter Kult. Das Original aus den 80er-Jahren begeistert mit coolen Sprüchen, Looks und einer hochkaratigen Besetzung inklusive Bill Murray und Dan Aykroyd. Pflichtprogramm für alle Gruselfans. Die drei semi-erfolgreichen Parawissenschaftler Peter, Ray und Egon tun sich zusammen und gründen nach ihrem Rauswurf aus der Universität ihre eigene Geisterjäger-Agentur. Aufgrund seltsamer und immer häufiger werdenden Phänomene werden die besonderen Dienste der drei „Ghostbuster“ unter Beweis gestellt. Im Film Casper hat Schauspieler Dan Aykroyd übrigens einen Gastauftritt als Geisterjäger, der vom Geistertrio in die Flucht geschlagen wird.

Coraline

Eigentlich als Kinderfilm und FSK 6 angedacht, ist der Film um einiges gruseliger, als es auf den ersten Blick scheint. Die elfjährige Coraline zieht mit ihren Eltern in ein uraltes Haus aufs Land. Bei einer ihrer Erkundungstouren findet sie schließlich eine geheimnissvolle Tür, die sie in eine traumhafte Welt entführt. Hier erscheint alles viel schöner als die Realität. es gibt eine viel „andere“ – viel nettere Mutter, einen „anderen“ Vater und überhaupt ist diese Welt viel bunter und aufregender. Doch die Stimmung schlägt schnell um, als Coraline erkennt, das die Wesen aus der „anderen“ Welt sie für immer dort behalten wollen. Gerade dieser  Teil kann für jüngere Zuschauer verstörend sein, wenn die „andere“ Mutter Coralines Freund Wybie den Mund zu einem dauerhaften Lächeln näht, kann das für die ganz Kleinen verstörend wirken.
Für Erwachsene und die etwas Älteren – circa ab zehn Jahren – oder eben besonders Mutigen jedoch ein toller grusliger Film rund um Themen wie Selbstfindung, unausgesprochene Wünsche und Träume und das erste Abkoppeln von den Eltern, wenn man erkennt das erwachsene eben auch „nur Menschen“ sind.

Kakurenbo: Hide and Seek

Kakurenbo ist ein Anime der für Kinder ab 12 Jahre geeignet ist und bei dem sich sicher auch der ein oder andere Erwachsene gruseln wird. In knapp 25 Minuten wird hier eine Geschichte erzählt, die bei anderen Horrorfilmen der Höhepunkt ist: Eine Gruppe von Menschen muss in einem fest eingegrenzten Raum vor einem Monster fliehen und ums Überleben kämpfen. In diesem Fall sind es Hikora und seine Freunde die sich in einer menschenleeren Stadt auf die Suche nach seiner verschwunden Schwester befinden. Dazu spielen sie „Otokyo“, ein altes japanisches Versteckspiel mit Dämonen, die bei Dunkelheit Kinder entführen. Nach und nach müssen sich die Kinder so vor fünf unterschiedlichen Dämonen schützen, die – obwohl wirklich nichts verstörendes in dem Film passiert – ordentlich Spannung erzeugen können.

Edward mit den Scherenhänden

In einer Lister mit Gruselfilmen für Klein und Groß kann ein Tim Burton Film eigentlich nicht fehlen.  Die morbid düsteren Märchen, die der Regiesseur erzählt sind ebenso fantasievoll für Kinder wie auch fazinierend für Erwachsene.
Insbesondere Edward mit den Scherenhänden – obwohl schon über 20 Jahre alt – kann man sich wunderbar auch mit Kindern ansehen. Die Story dahinter ist natürlich sehr ernst und traurig und für jüngere vielleicht nicht immer ganz zu verstehen – aber so richtige gruselig verstörende Momente gibt es eigentlich nicht.

Die Frau in Schwarz

In der Geschichte geht es um den verwitweten Anwalts und Familienvaters Arthur Kipps – gespielt von Daniel Radclifffe, der von seiner Kanzlei den Auftrag erhält, das Erbe der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Dazu begibt sich Kipps in das Dorf Crythin Gifford – und auch auf das verlassene Anwesen der Drablows, wo der Geist der „Frau in Schwarz“ spukt.
Wie bereits die Story vermuten ist lässt, ist „Die Frau in Schwarz“  guter „Oldschool“ Horror wie man ihn aus Gruselgeschichten, die sich Kinder Abends unter der Bettdecke erzählen, kennt: Spinnenweben, dunkle Ecken,  knarrende Türen und Kerzenlicht. Und ja, dieser Film ist definitiv gruselig – auch für Erwachsene – aber nicht wirklich „verstörend gruselig“.  Es wird viel angedeutet, aber nichts richtig gezeigt und bis auf ein paar Schockeffekte (zB wenn die „schwarze Frau“ plötzlich schreiend erscheint) ist er durchaus tauglich für ältere Kinder, ab 14 Jahren, geeignet, die sich mal so richtig gruseln wollen.

 

Titelbild: CASPER; Filmverleih UIP