An Puppen scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie treue Wegbegleiter, Sammlerstück oder liebgewordenes Erinnerungsstück an die eigene Kindheit. Für andere sind sie nicht mehr zeitgemäß für die Kinder von morgen. Doch wie wurde die Puppe vom Prestigeobjekt zum Spielzeug? Und warum ist sie heute noch so wichtig?

Wie die erste eigene Puppe hieß, wissen die meisten noch heute. Bei einigen liegt sie vielleicht noch hinten in einem Schrank verstaut, andere geben sie an ihre Kinder weiter und erinnern sich selbst zurück an die Zeit, in der die Puppe engster Freund und Begleiter durchs Leben war.
Diplompädagogin Gabriele Pohl, selbst Mutter von fünf Kindern, erklärt dazu: „ Puppen werden in der Psychoanalyse als „Übergangsobjekte“ bezeichnet. Sie sind für Kinder der Inbegriff eines Stadiums, in dem man sich von der Mutter ablöst und anfängt sich als eigenständige Person wahrzunehmen. Puppen sind damit so etwas wie das zweite Ich von Kindern.“

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In der Luna 65 stellen könnt ihr alles über die Geschichte von Puppen lesen und erfahren, warum sie heute wie damals zum liebsten Spielzeug für Kinder gehören. Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

Fotos: Ciao Bimba, Käthe Kruse