Mit Kindern fliegen kann anstrengend sein. Vor allem, wenn es weiter weg gehen soll und ein Stop-Over unvermeidlich ist. Hier sind unsere Tipps, wie ihr mit eurem Nachwuchs möglichst relaxed das Urlaubsziel erreicht…

Vorbereitung ist alles

Kinder finden Flugzeuge, Flughäfen und alles was damit zu tun hat faszinierend. Ihnen vorher von dem großen Reiseabenteuer zu erzählen, bereitet sie auf das  Ereignis vor. Je nach Alter kann man die Geschichten mit Bilderbücher zum Thema ausweiten. Auch Hörspiele eignen sich, zum Beispiel von „Was ist was Junior: Flughafen“.

Alles ist gut

Wichtig ist, das Ereignis rundweg positiv zu schildern. Ermahnungen vorab wie: „Du bist aber schön still, wenn wir fliegen!“ und ähnliches sollte man sich verkneifen. Das hat nur zur Folge, dass die Kids erst gar nicht gern in den Flieger einsteigen. Grundsätzlich gilt: Je entspannter die Eltern sind, desto weniger stressig sind meist auch die Kinder während der Reise.

Alles das muss mit

Ein kleiner Rucksack mit ganz persönlichen Dingen und den wichtigsten Spielsachen gehört mit ins Handgepäck. Am besten packt man zusammen mit Sohn oder Tochter das ein, was auf der spannenden Flugreise keinesfalls fehlen darf. Dazu gehört (je nach Alter) das Lieblingskuscheltier genauso wie das Lieblingsbilderbuch. Ein kleines Malbuch und Stifte sind super gegen Langeweile. Auch ein paar neue Pixie-Bücher oder kleine Spiele helfen über so manches Tief hinweg.

Immer einen Snack parat

Auf Langstreckenflügen wird zwar Essen serviert, aber nicht immer genau in dem Moment, in dem die Kleinen Hunger haben. Ein paar Snacks und vielleicht auch etwas Süßes sollten also griffbereit sein, damit die Laune nicht kippt. Viele Airlines servieren das Essen für Kinder vor dem der Erwachsenen. Das ist toll, denn so kann man zuerst den Kleinen beim ungewohnten Speisen vom Tablett helfen und später in Ruhe selber essen. Außer der Reihe werden auf vielen Strecken auch Äpfel oder Bananen als Snack angeboten.

Bewegung im Flugzeug

Klar will man nicht, dass der Nachwuchs die Mitreisenden stört. Aber dem natürlichen Bewegungsdrang eines Vierjährigen nachzugeben und mit ihm eine Erkundungsrunde durchs Flugzeug zu drehen ist am Ende weniger stressig, als ihn mit Hummeln im Hintern auf den Platz zu zwingen. In Richtung Bordküche ist (fast) immer etwas los, außerdem kann man hier auch kleine Snacks „erbeuten“ (s.o.).

Wie lange dauert es noch?

Fernsehzeiten hin oder her – auf einem Langstreckenflug dürfen Ausnahmen gemacht werden. Weil aber nicht garantiert ist, dass die Filme die das Bordprogramm bietet tatsächlich dem Geschmack der eigenen Kinder entsprechen oder durch die elterliche Kontrolle für gut genug empfunden werden, sollte man sich vorbereiten. Schon zuhause können entsprechende Folgen der Lieblingsserie, Filme, Hörspiele oder Spieleapps auf ein I-pad geladen werden. Mit Kopfhörern bewaffnet sind die Kids beschäftigt und die Langeweile hat erst einmal Pause.

Überraschung!

Ein cooles Stickeralbum, ein Kritzelbuch, Zahlen verbinden, ein Malbuch, ein kleines Legobauset… Es lohnt sich, wenn Papa oder Mama noch ein paar (Beschäftigungs-)Trümpfe im Ärmel haben. Bei ganz schlimmen Langeweile-Anflutungen kann man so ein As ausspielen – und hat für die nächste halbe Stunde Ruhe und ein zufriedenes Kind neben sich sitzen.

Der lästige Zwischenstop

Einige Fernreisen machen einen Stop-over unerlässlich. Klingt im ersten Moment lästig, kann aber für die Kids auch ganz positiv sein. Immerhin können sie ein bisschen herum rennen und sich austoben bevor es weiter geht. Viele der größeren Flughäfen haben auch Indoorspielplätze. Und auch der lästige Zwischenstop lässt sich als Abenteuer verkaufen: Es riecht anders, es sieht anders aus, es gibt so viel Neues zu sehen: andere Reisende, Flugzeuge auf der Start- und Landebahn, Sicherheitspersonal, Schilder in fremder Sprache…

 

Bild: Marten van den Heuvel; unsplash