Es gibt Filme, die müssen Kinder einfach gesehen haben. Nicht nur, dass sie ihre Sicht der Welt entscheidend prägen. Einige davon gehören zur kulturellen Bildung und viele machen vorallem einfach Spaß. Hier ist unsere Auswahl…

Der Zauberer von Oz (1939)
Ach, was kann einem das Böse schon anhaben, wenn man Freunde wie den Zinnmann, die Vogelscheuche und den schüchternen Löwen hat! Das Musical von 1939 mit Judy Garland in der Hauptrolle mag für Kinder heute etwas langatmig sein, aber die Figuren der bösen Hexe des Westens, der kleinen Munchkins und schließlich des Zauberers werden sie immer noch begeistern. Natürlich ist „Over the Rainbow“ der absolute Klassiker (und es ist wichtig dem Nachwuchs zu zeigen, dass das Lied in dieser Geschichte seinen Ursprung hat), für kleine Zuschauer viel lustiger ist aber „Ding-Dong! The Witch is Dead!“, interpretiert von den Munchkins. 2007 nahm die UNESCO „Der Zauberer von Oz“ auf in das Weltdokumentenerbe. Gründe genug, Dorothy und ihre roten Zauberschuhe näher kennen zu lernen. (FSK 0 Jahre)

 

Tschitti-Tschitti Bäng-Bäng (1968)
Der mittellose Erfinder Caractacus Potts kauft unter Anstrengung für seine Kinder Jemima und Jeremy das Wrack eines alten Rennwagens. Bald stellt sich heraus, dass das Vehikel mehr kann, als ein gewöhnliches Auto. Die Musicalverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ian Fleming, der später mit der James-Bond-Reihe zu Weltruhm gelangte. Produziert wurde sie von Albert R. Broccoli, der bei 17 Bond-Filmen als Produzent wirkte. Der Titelsong über das lustige Gefährt, der unkonventionelle Lebensstil und die sehr freien Erziehungsmethoden von Caractacus (Dick van Dyke), die Abenteuerreise in dem unglaublichen Auto… Der Film strotzt nur so vor Höhepunkten, lustigen Wendungen und musikalischen Ohrwürmern. Gedreht wurde unter anderem auf Schloß Neuschwanstein. (FSK 6 Jahre)

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)
Es gibt viele Verfilmungen des Märchens. Eine der schönsten ist der Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios, der 1937 erschien. Es war der erste abendfüllende Film, den Disney damals wagte und er legte großen Wert darauf, ihn wie einen Spielfilm zu drehen. Mit der fiesen Königin wurde hier einer der besten weiblichen Bösewichter der gesamten Filmgeschichte kreiert, die auch heute noch Kinder zum Gruseln bringt. Unvergesslich die Szenen, in denen sie ihren Zauberspiegel befragt. Die sieben Zwerge – allen voran der tollpatschige Seppl – sorgen für Komik und sind die eigentlichen kleinen Helden der Geschichte. (FSK 0)

Das Dschungelbuch (1967)
Wir bleiben noch einen Moment bei Zeichentrickklassikern, bei denen das Dschungelbuch keinesfalls fehlen darf. 1967 erschienen, gehört die Geschichte rund um Mogli und seine Freunde zu den Filmen, die ohne Staub anzusetzen  altern und nach wie vor Generationen vor dem Bildschirm vereinen. Der „Gemütlichkeitssong“, die tanzende Affenbande, die ulkigen Geier, die alles kommentieren… Alles an der Geschichte ist perfekt. (FSK 6)

Der Dieb von Bagdad (1940)
Wenn der sechsarmige Kali, der Flaschengeist, auftaucht wird es ganz schön gruselig. Und auch die eklige Riesenspinne ist zum Fürchten. Für ganz Kleine ist der Film von 1940 also nichts. Aber trotzdem: Orientalische Märkte, prächtige Schlösser, aufwendige Kostüme machen ihn zu einem Fantasyklassiker aus einer anderen Zeit. Der Kampf des schlauen Dieb Abu, der gegen den schurkischen Großwesir antritt, fesselt Kids aber auch heute noch. (FSK 6)

Mary Poppins (1964)
Ja, wir warten gespannt auf die Neuverfilmung, die im Dezember 2018 in die Kinos kommen soll und in der Emily Blunt die Hauptrolle spielen wird. Bis dahin verlassen wir uns aber voll und ganz auf die bezaubernde Julie Andrews als ungewöhnliches Kindermädchen, das im Haushalt der Familie Banks für „Ordnung“ sorgt, üben gemeinsam „Superkalifragilistisch Expiallegorisch“ richtig auszusprechen und singen laut bei der berühmten Schornsteinfegerszene „Chim-Chim-Cheree“ mit.
(FSK 0)

Kalle Blomquist lebt gefährlich (1953)
Der kleine Rasmus will in den Geheimbund der „Weißen Rose“ aufgenommen werden. Doch noch bevor das passieren kann, wird er entführt. Kalle und seine Freunde machen sich auf die Suche nach ihrem neuen Kumpel. Die spannenden Abenteuer rund um Kalle und seine Freunde sind ein wenig in Vergessenheit geraten. Schade, denn es handelt sich hier um eine der besten Verfilmungen von Astrid Lindgrens Kinderbüchern. (ohne FSK, wir empfehlen ihn ab 6 Jahren)

Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (1965)
Ein schöner Klamaukfilm für einen verregneten Sonntagnachmittag. Ein englischer Zeitungsverleger schreibt einen Flugwettbewerb aus. Piloten aus den unterschiedlichsten Nationen reisen an, um das Wettrennen in den Lüften für sich zu entscheiden. Allein Gert Fröbe in der Rolle des deutschen Offiziers lohnt, den Film mal wieder zu sehen. Und auch wenn die Kinder nicht alle Anspielungen verstehen, werden sie doch ihren Spaß haben. (FSK 6)

Emil und die Detektive (1931)
Auch wenn der Schwarz-Weiß-Film für Kinder etwas ungewöhnlich sein mag, bleibt es doch die beste Verfilmung der Detektivgeschichte von Erich Kästner. Das ist vor allem Billy Wilder zu verdanken, der das Drehbuch schrieb (damals noch unter dem Namen Billie) und dessen Stil und Witz unverkennbar sind. Neben der liebenswerten Bande rund um Emil spielt die Großstadt Berlin eine weitere Hauptrolle. Ein paar Dinge wird man den Kindern beim Zusehen erklären müssen, aber das muss man ja heute auch, wenn man die Originalgeschichte von Erich Kästner vorliest. (ohne FSK, wir empfehlen ihn ab 6 Jahren)

Die Mädels vom Immenhof (1955)
Der erste Teil der Kult-Reihe. Die Abenteuer auf dem Ponygestüt rund um Dick, Dalli und Angela sind Nostalgie pur. So geht es mit der süßen Oma Jantzen im Ponygallopp durch die heile Welt der 1950er Jahre und das schlimmste Drama ist, dass sich ein kleines Fohlen verletzt. Für Pferdebegeisterte die perfekte (harmlose) Unterhaltung für einen Sonntagnachmittag. (FSK 6)

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Bilder: istock