Pädagogisch wertvolle Spielzeuge fördern bestimmte Fähigkeiten der Kinder und regen die kindliche Fantasie an, ohne zu überfordern. Habt ihr schon kreatives Spielzeug zu Hause? Das sind unsere Lieblinge! 

Babys und Kleinkinder sind meist schon sehr früh interessiert an bunten Farben, unterschiedlichen Formen und Geräuschen. Sie spielen mit allem, was ihnen interessant erscheint, egal ob es ein extra dafür vorgesehenes Spielzeug ist oder zum Beispiel ein Haushaltsgegenstand. Mit etwa drei Jahren wissen viele Kinder bereits ganz genau, welche Dinge zum Spielen ihnen gefallen.

Der Markt bietet altbekannte und innovative Möglichkeiten, die Fantasie und Kreativität unserer Kinder auf unterschiedlichste Weise zu unterstützen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Schmucklinie dabei herum kommen, wie bei der kleinen Riley – Hauptsache es macht Spaß!

Das lieben Kinder: Rollenspiele

Kinder lieben es, in fremde Rollen zu schlüpfen. Sei es in die von unterschiedlichen Berufen, Hexen, Ritter und Prinzessinnen. Ob allein oder zusammen mit anderen Kindern entsteht so ein Miteinander, in dem sie Spielideen und Abläufe alleine entwickeln. Auch Sprach- und Ausdrucksfähigkeit werden so geübt. Neben einem Kaufmannsladen macht es auch eine Truhe oder ein Koffer mit Verkleidungen. Darin verstaut ein Zaubermantel, ein Hut oder ein Verkleidungsset des aktuellen Superhelden. Auch mit Hilfe von Puppenhäusern wird kreatives Denken gefördert und übt die Kinder zusätzlich in Empathie, sozialer Intelligenz und hilft ihnen bei der Verarbeitung ihres Alltages.

 

Das fördert die Kreativität: Basteln und Malen

Eine Staffelei, am besten noch ein Bastelkoffer beigestellt, gefüllt mit allerlei Farben, Knete und weiteren Utensilien. So entstehen einzigartige Unikate aus Kindeshand. Dabei sollen die Kinder ruhig ihrer eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Wie kann man Farben vermischen und was kommt dann dabei heraus? Kleine Kinder ab 2 Jahren sollten übrigens erst mit den Fingern malen, bevor sie anfangen mit Stift oder Pinsel zu hantieren. Dabei kann es auf großen Blättern und mit Fingerfarben zeichnen, matschen, mit der ganzen Hand stempeln. Malen fördert bei Kindern die Konzentrationsfähigkeit, die Entwicklung der visuellen Wahrnehmung und des Tastsinns.

 

Konzentration und Geschicklichkeit spielerisch lernen

Dass Kinder zu eigenständigen Ergebnissen kommen und mit Hilfe ihrer Kreativität und Konzentration ihren eigenen Weg finden, lässt sich mit Geschicklichkeitsspielen ganz spielerisch fördern. Gut für Schulanfänger zum Üben der Stifthaltung ist, mit einer großen Pinzette (vielleicht aus Holz) verschiedenfarbige Murmeln in Gefäße zu sortieren.

 

Musik macht alles schöner

Eine gemeinsame Musikstunde mit der ganzen Familie oder zumindest mit den Familienmitgliedern, die Lust darauf haben. Für die Kinder ist das in der Regel ein Riesenspaß, denn nahezu jedes Kind zeigt Interesse für Musik. Das muss auch nicht immer schön klingen. Jeder bekommt ein Instrument in die Hand und los geht’s.

 

Die größte Spielwiese nutzen: die Natur

Ganz nach dem Motto „Not macht erfinderisch“ gemeinsam mit den Kindern nach draußen gehen und je nach Saison einige Utensilien wie Blätter, Steine, Stöcke, Eicheln und Co einsammeln. Ihr könnt eure Kinder mit ein paar zusätzlichen Bastelutensilien ausstatten und sie einfach machen lassen. Die Kleinen machen sich so mit Materialien und Formen vertraut, lernen, wie sich unterschiedliche Texturen anfühlen und können eine Kastanie aus der Schale puhlen oder einen Tannenzapfen zerlegen und sehen, was sich hinter den kleinen Holzschuppen verbirgt. All das schult auch die Feinmotorik!

 

Unser Tipp: Spielsachen immer mal wieder auswechseln, in der Kammer oder im Keller verstauen und sie den Kindern zu einem späteren Zeitpunkt wieder anbieten. So bleibt es einerseits übersichtlich im Kinderzimmer, andererseits sind lange nicht dagewesene Spielzeuge auf einmal wieder ganz reizvoll.

Wie ihr eure Kinder mit speziellem Montessori-Spielen zuhause fördert, könnt ihr hier nachlesen.

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