Es gibt große und kleine Abenteuer, Natur und viele Freizeitmöglichkeiten. Das Pustertal, zwischen Südtirol und Osttirol gelegen, ist ein ideales Reiseziel für Familien. Wir haben sieben Gründe für euch zusammengestellt, warum es sich lohnt dorthin zu fahren…

7 Gründe, warum es lohnt mit Kindern ins Pustertal zu fahren

1. Gemütlich wandern mit den Kleinen

Das Pustertal ist ein Paradies für Wanderer. Es gibt für alle Schwierigkeitsgrade die richtige Tour und viele der einfacheren sind auch für Kinder geeignet. Für den sehr gemütlichen Anfang reicht schon ein Spaziergang rund um den Pragser Wildsee, der mit wunderschöner Kulisse für jede Anstrengung entschädigt. Achtung: Mit Kinderwagen ist der Rundweg sehr beschwerlich, da stellenweise der Fußweg durch viele steile Treppen unterbrochen wird. Das Baby also lieber in eine Trage packen oder in eine Kraxe.

2. Klettern in Bruneck

Bei schlechtem Wetter ist es eine super Anlaufstelle, aber auch sonst lohnt sich ein Besuch des Kletterzentrums in Bruneck. In der 17 Meter hohen Halle gibt es innen und außen eine Kletterfläche von über 2.500 Quadratmetern. Insgesamt kann man 270 Kletterrouten ausprobieren – genug also, dass sich auch Erwachsene nicht langweilen. Die Halle hat täglich von 9 Uhr bis 22.30 Uhr geöffnet, nur sonntags schließt sie bereits um 20.30 Uhr. kletterzentrum-bruneck.it

3. Ötzi besuchen

Bozen ist nicht weit entfernt und wenn man schon mal da ist, sollte man unbedingt den berühmten Ötzi besuchen. Die 5.300 Jahre alte Eismumie liegt in einer klimatisierten Kammer und kann durch ein kleines Fenster begutachtet werden. Ein wenig gruselig, aber auch spannend. Dazu gibt die Ausstellung im Bozener Archäologiemuseum viele Informationen darüber, wie die Menschen zu Zeiten Ötzis gelebt haben. Es werden auch Familienführungen in deutscher Sprache angeboten. iceman.it

4. Die Berge anders sehen

Im Winter ist der Kronplatz eines der beliebtesten Skigebiete im Pustertal. Wenn es warm wird, tummeln sich hier Wanderer und Gleitschirmflieger. Unbedingt gesehen haben muss man das Messner Mountain Museum, das der berühmte Bergsteiger zusammen mit der Architektin Zaha Hadid konzipiert hat. Das Museum, das zum Großteil unterirdisch angelegt ist, um den Gipfel nicht zu verbauen, zeigt die Geschichte des Alpinismus. Die Aussicht, die man von hier aus hat, zählt zu den schönsten der Alpen: Von den Dolomiten über das Pustertal bis zu den Zillertaler Alpen reicht der Blick. Wer nicht hoch- oder runterwandern will, kann komfortabel mit der Seilbahn fahren. messner-mountain-museum.it

7 Gründe fürs Pustertal; @Steffen-jaenicke

5. Naturranger werden

In den vier Naturparks werden Kinder zu echten Rangern. Naturparkmitarbeiter beantworten Fragen wie „Woher kommen die Berge?“, „Welche Pflanzen können hier gedeihen?“ oder „Welche Tiere leben hier?“. Kindgerecht und anschaulich erläutern sie die Grundlagen der Geologie und bringen die wunderbare Bergwelt näher. Es gibt insgesamt drei Thementage, im Rahmen derer auch Ausflüge z. B. ins Pragser Tal oder ins Fischleintal angeboten werden. Waldgesellschaften, Pflanzen und Gesteine werden dabei spielerisch bestimmt und Tiere wie Gemsen oder Steinadler beobachtet. Das Programm wird für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren angeboten und findet während der Sommermonate statt. Anmelden kann man sich über die Tourismusvereine des Hochpustertals.

6. Die drei Zinnen erkunden

Am schönsten sind sie bei Sonnenuntergang. Dann werden die Schatten länger und der Rosengarten und die Drei Zinnen erstrahlen in faszinierendem Rot. Die Dolomiten sind für die Südtiroler das schönste Bauwerk der Welt und wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Zwar kann man das Ganze von unten sehen (es gibt mehrere ausgeschilderte Aussichtspunkte mit den jeweils schönsten Blickachsen), aber es gibt auch eine Sommer-Rundwanderung um die Drei Zinnen. Sie dauert etwa drei bis vier Stunden, hat eine Länge von 9,5 Kilometern und ist auch für Kinder geeignet. An der Auronzohütte auf 2.320 Meter Höhe beginnt die klassische Rundwanderung. Der Startpunkt ist über Landro im Toblacher Höhlensteintal und weiter über Misurina erreichbar. Es fährt auch regelmäßig ein Bus hierher. Mehr Infos unter hochpustertal.net

7. Eis essen in Brixen

Die Bischofsstadt im Eisacktal ist ebenso gemütlich wie sehenswert. Dom und Hofburg sind beeindruckend, die Laubengänge und kleinen Plätze der Stadt sind ideal für Flaneure. Unbedingt kosten sollte man das Eis in der Gelateria Pradetto (Große Lauben 1). An heißen Tagen braucht man etwas Geduld, denn die Schlange ist lang – aber es lohnt sich. Wirklich schön ist auch das Schwimmbad in Brixen. Es gibt eine Spiralrutsche, ein Kinderbecken, ein Funbecken mit Wasserkanone, Kanälen mit Wassersperren und einen riesengroßen Spielplatz. Hier kann man mit der ganzen Familie einen lustigen Nachmittag verbringen. acquarena.com

Ihr wollt lieber ins Warme?  Die schönsten Tipps für die Kanaren findet ihr hier.

Bilder: Gettyimages (2), Steffen Jänicke (3), Uli Mo (2)