Ob Groß oder Klein: Wir alle lieben die Sonne! Was aber, wenn die empfindliche Kinderhaut zu viele Sonne erwischt hat und ein Sonnenbrand oder – noch schlimmer – ein Sonnenstich droht? Wir haben ein paar Erste Hilfe Tipps für euch!

Sonnenbrand ist natürlich nie gesund für die Haut, aber besonders bei Kindern unter 12 Jahren kann es zu schweren Folgeschäden der Haut auch im Erwachsenenalter führen. Das oberste Gebot lautet also: Sonnenhut und Sonnencreme sind absolute Pflicht. Und: Lieber die Kleinen aus der Sonne und unter Umständen das Genörgel in Kauf nehmen, als einen Sonnenbrand oder Sonnenstich riskieren.

Trotzdem, manchmal geht es einfach schneller als man nachsehen kann und die Kleinen waren – allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz – zu lange in der Sonne. Passiert das nicht regelmäßig, ist das kein Weltuntergang. Wichtig ist jetzt nur zu wissen, was man als Eltern tun muss.

1. Raus aus der Sonne

Die meisten Symptome treten verzögert auf, darum ist es wichtig die Kinder, sobald es erste Anzeichen für einen Sonnenbrand gibt, der Sonne fernzuhalten und die geröteten Hautstellen sofort zu behandeln.

2. Die geröteten Hautstellen kühlen

Das Wichtigste bei einem Sonnenbrand ist zuerst: Kühlen. Was übrigens keinesfalls bedeutet, dass man die Kids jetzt schnell ins Wasser schicken sollte. Denn insbesondere im Wasser wirken Sonnenstrahlen durch die Spiegelungen auf der Haut verstärkt. Besser: Ab in den Schatten und die verbrannte Haut mit sauberem Wasser abkühlen. Aber auch kalte Umschläge und das Überziehen eines nassen Shirts können schnell helfen. Zu kalt darf es allerdings auch nicht werden, sonst gibt es gleich einen Schnupfen. Eiswürfel oder Kühlakkus sorgen sonst unter Umständen dafür, dass aus dem Sonnenbrand eine Erfrierung wird.

3. Viel Flüssigkeit zu sich nehmen

Um den Flüssigkeitshaushalt der Haut wieder auszugleichen, sollten die Kleinen jetzt besonders viel Trinken. Tee und Mineralwasser eigenen sich dafür am besten.

4. Die richtigen Hausmittel bei Sonnenbrand

Auch das eine oder andere Hausmittel kann gut gegen Sonnenbrand bei Kindern helfen. Solange die Haut keine Blasen bildet, es keine offenen Wunden gibt und die Haut noch intakt ist, können z.B. Quarkwickel helfen. Quark aus dem Kühlschrank kühlt nicht nur auf sanfte Weise, sondern wirkt auch entzündungshemmend. Ebenfalls hilfreich sind Pflanzen wie Aloe Vera und Kamille.

5. Cremes und Gels lindern den Sonnenbrand

Sogenannte „Kühlgels“ und Feuchtigeitscremes können die Heilung der Haut ebenfalls unterstützen. Wichtig dabei: Niemals mit einer fetthaltigen Creme die Alkohol enthält eincremen. Denn das Fett, Öl und der Alkohol trocknen die Haut zusätzlich aus.

6. Wann muss ein Kind mit Sonnenbrand zum Arzt?

Gründsätzlich ist ein Sonnenbrand eine Entzündungsreaktion der Haut, die unter Umständen gut mit entzündungshemmenden Mitteln, wie Cortison, gelindert werden kann. Allerdings sind Cremes mit Cortison für Kinder unter sechs Jahren nicht geeignet, sodass hier unbedingt Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden sollte.
Auch wenn größere Hautareale des Kindes vom Sonnenbrand betroffen sind und Beschwerden wie Übelkeit, Fieber oder Kopfschmerzen dazu kommen, sollte man unbedingt schnell ärztliche Hilfe suchen. Entzündungshemmende Mittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen können hier unter Umständen zumindest die Schmerzen lindern, auch wenn die Haut noch eine Weile braucht, um sich wieder zu regenerieren. Aber auch das sollte man zuerst mit einem Arzt besprechen.

7. Die richtige Nachsorge

Nach einem Sonnenbrand sollte darauf geachtet werden, die Kleinen wirklich erst dann wieder in die Sonne zu lassen, wenn die entzündeten Stellen vollständig abgeheilt sind. Wenn der Urlaub am Strand noch nicht zu Ende ist, dann sollte man die Kinder mit einem T-Shirt, einem speziellen Sonnenshirt und einem breitkrempigen Sonnenhut oder einer Kappe mit Nackensegel schützen. Keinesfalls dürfen sie dann der Mittagssonne ausgesetzt werden – aber das versteht sich von selbst.

 

Neben Sonnenstich und Sonnenbrand können bei Kindern auch andere kleine Notfälle auftreten. Lest hier, was Eltern bei einem Zeckenbiss, Fieberkrampf oder Wespenstich tun können.

 

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