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Gestrickte Straßenkunst

Graffiti ist Kunst – spätestens Banksy hat das Sprayen museumstauglich gemacht. Trotzdem gibt es immer noch in allen Städten jene Möchte-Gern-Künstler, die Hauswände, Türen und Züge mit ihrem Geschmiere ruinieren. Viel besser: Der neue Trend "Urban Knitting" oder auch "Yarnbombing" – zu Deutsch: Strick-Graffiti. Finden wir klasse! Und funktioniert garantiert auch bei Möbeln daheim...

In ihrem neuem Buch "Strick-Graffiti", das im März im Knaur-Verlag erschienen ist, zeigen Mandy Moore, kanadische Redakteurin bei einem Strickmagazin, und Graphikdesignerin Leanne Prain eine tolle Auswahl an Fotos der neuen Straßenkunst: Laternenmäste werden mit Strickmustern verziert, Parkuhren sind plötzlich bunt gestreift oder Bäume mit dem Garn umschlungen. Dabei gilt: Architektur wird verschönert, aber nicht dauerhaft beschädigt.
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Auspuffe, Autoantennen, Telefonzellen oder sogar ganze Häuser können zu begehrten Objekten der Stricknadel-Künstler werden. Sogar die Chinesische Mauer soll schon bestrickt worden sein. Ob die Graffiti-Stricker nachts heimlich in Strumpfmasken ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen? Falls ja, werden wir sie nicht verpfeifen, denn ein kunterbunter Wollpullover hat noch keiner Parkuhr geschadet.


Aus: "Strick Graffiti" von Mandy Moore und Leanne Prain, Knaur-Verlag.











