Supermutti Teil 1 - Es lebe Ostern

Es ist ja so. Ich bin berufstätig. Quasi selbst und ständig, also immer. Wie viele andere auch. Die meiste Zeit bin ich das auch gern, denn
arbeitstechnisch
beschäftige ich mich fast nur mit Dingen, die mir Spaß machen. Und wie hoch ist der Prozentsatz derer, die das ebenfalls von sich sagen können: Ich habe Spaß.
Aber, woran ich keinen Spaß habe: Ich will natürlich nicht nur gut im Job ankommen, nein, auch in der Kita. Ein gekauftes Faschingskostüm? Geht gar nicht. Bitte selbst basteln. Kein Problem, ich habe ja noch drei Wochen Zeit bis zur Faschingsparty. Und wann wird gebastelt? In der Nacht vorher. Btw., wieso bleibt das eigentlich (fast immer) an den Müttern hängen? Letztes Jahr hat es gerade so für einen "Berliner Fernsehturm" aus Alufolie gereicht, hätte auch sein können, dass meine Tochter Handystrahlen abhalten wollte. Auf dem Kopf trug sie dazu eine rot-grau gestreifte Klorolle. Super, Mutter.
Oder habe ich erzählt, dass ich für die kleine Chefin eine Laterne bastelte – natürlich für den ersten Lampenumzug überhaupt – die ich dann vom Fahrrad fallen und einem Auto überfahren ließ? Nein? Macht nichts!
Und jetzt? Jetzt ist Ostern. Nach meiner Logik ja erst nächste Woche, aber weil Ferien sind und wohl die Hälfte der Kitakinder weg, weil Kind 2.0 und 1.0 hat Ferien.
Jetzt ist also Ostern und ich habe es irgendwie vergessen. Heute Nachmittag, als ich gegen 17 Uhr mein Kind von der Kita abholte, entstand folgender Dialog:
"Morgen muss ich ein Osternest mitbringen."
"Wie jetzt? Was musst du mitbringen?"
"Ein Osternest."
"Und was soll da rein?"
"Hm. Das weiß ich nicht."
Da stand ich also – ich Rabenmutter – konfrontiert mit der Tatsache: Du brauchst bis morgen ein Osternest, natürlich keinesfalls gekauft, sondern ausgefallen und DIY, aber nicht zu überdreht, weil Zaubermami, und du hast ja auch diesen
kreativen Blog, du kannst da nicht mit irgendeinem Müll einlaufen. Also läuft es wieder wie so oft zu den diversesten Anlässen: Das Internet wird wüst nach Anleitungen und Inspiration durchwühlt, denn sie muss her, die ultimative Idee für ein Osternest in der Kita (das am Ende vermutlich niemanden interessiert – wenn man vom Inhalt absieht), weil, ich bin ja eine tolle Mutti, die natürlich Zeit für Kita-Osternester hat, mit dem sie Dreijährige beeindrucken kann.
Ich sag euch was: Es ist jetzt 23.00 Uhr und ich fang dann mal an!
(Update: Fertig um 0:11. Jetzt darf ich ins Bett. Hurra!)
Und ihr so?
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