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Ode an den Papa


Christian Kutscheid (33 Jahre)
Papa von Elisabeth (3 Jahre) und Kristian (1 Jahr 6 Monate)

Ist Texter und lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Hamburg.
Für ihn ist es das „PAPAAA!“ mit dem er empfangen wird, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, das Schönste am Vatersein.

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder deinen Kindern? Murmelbahn.

Dein schönster Moment als Papa? Jedenfalls nicht, wie immer gerne genommen, die Geburt.

Das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deines Kindes? Meine alten, umgenähten Kiss-Shirts, die ich leider nicht mehr anziehen durfte.

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? So eine Frage kann auch nur eine Frau stellen. Nein, ich will mit niemandem tauschen.

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du deinen Kindern gern beibringen? Alles, was mit Basteln zu tun hat, macht die Frau. Ich bin für die Action zuständig.

Wenn deine Tochter ihren ersten Freund mit nach Hause bringt wirst du... Ihn selbstverständlich vor die Tür setzen!
Axel Kornfält Axel Kornfält (26 Jahre)
Papa von Liese (1 Jahr, 3 Monate)

Kommt aus einer kleinen schwedischen Stadt, arbeitet und wohnt mit seiner Freundin Julia und Liese in Berlin.
„Als Vater bekommt man eine Menge positive Resonanz und kann sich Dinge erlauben, die eine Mutter nie tun dürfte – z.B mit dem Kinderwagen die Gänge im Supermarkt blockieren ."

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder Liese? Ich habe festgestellt, dass ich lieber alleine mit Bausteinen spiele. Es ist einfach zu frustrierend zuzusehen, wenn meine Tochter meine tollen Bauwerke zerstört.

Kannst du gut „NEIN!“ sagen? Warum?/Warum nicht? Bis jetzt ja. Ich denke auch nicht, dass das ein Problem ist solange man konsequent ist. Aber da ich ein Papa-Kind möchte, muss ich wohl ein paar meiner Prinzipien brechen.

Dein schönster Moment als Papa? Haha. Das wird sich jetzt doof anhören, aber jedes Mal, wenn Liese lieber von mir in den Arm genommen und beruhigt werden will, als von ihrer Mutter, macht mich das sehr stolz. Wenn Kinder noch so klein sind fühlt man sich als Papa manchmal entbehrlich im Vergleich zu ‚Mama’.

Mal ehrlich, bist du sehr ängstlich, wenn es um dein Kind geht? Oh ja total! Ich fühle mich zum Beispiel total provoziert, wenn ich Eltern sehe, die ihre Kinder auf dem Rad chauffieren, ihnen aber statt Fahrradhelm ein schickes Mützchen aufsetzen. Ganz normal in Berlin, aber da wo ich herkomme würde es eine Lynchstimmung herrausfordern.

Was ist das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deiner Tochter? Auf jeden Fall das fürchterlich hässliche, aber ziemlich kuschelige, pinkfarbene Schwein, das sie überall mit hinschleppt.

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du deinem Kind gern beibringen? Die Liebe zur Musik. Ich bin sehr glücklich, dass meine Eltern mich dazu brachten Musikinstrumente zu erlernen und in Chören zu singen. Auch wenn ich mich manchmal dazu gezwungen fühlte.
Sven Hausherr (31 Jahre),
Papa von Riu (3 Jahre)

ist Grafiker, ursprünglich aus Zürich und wohnt jetzt mit seiner Frau Ray und Sohn in Berlin.
„Es ist toll zu wissen, dass es jemanden gibt der dich, ohne selbst zu wissen wieso, unglaublich liebt.“

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder Riu? Bei Lego, denke ich, obwohl wir das nur bei seiner Oma spielen...

Kannst du gut ‚NEIN!’ sagen? Es geht so… da ist Ray definitiv besser.

Dein schönster Moment als Papa? Wenn ich ihn morgens in die Kita bringe und er, bevor ich gehe, kurz zurück kommt um mir einen Abschiedskuss zu geben, oder wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme und er von oben durchs Treppenhaus nach mir ruft und mir irgend etwas zeigen will, was er gerade super cool findet.

Das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deines Sohns? Das kommt darauf an ob ich das am coolsten finde, oder er… Aber was wir beide gerade cool finden ist seine neue Sonnenbrille im Rayban Style...

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? Eigentlich nicht unbedingt, ich bin gerade ziemlich glücklich in meiner eigenen Rolle, aber wenn, dann wahrscheinlich um alles noch einmal neu erleben zu können, ich kenne ja schon viel und er kann die ganze Zeit Neues entdecken. Neues entdecken ist super.

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du deinem Sohn gern beibringen? Also skaten wäre super, das gefällt ihm jetzt schon. Hab’ ihm ein kleines Skateboard gebaut, und das findet er schon "ganz cul".
Thorsten Jankowski (41),
Papa von Arthur ( 2 einhalb Jahre) und Richard (4 einhalb Jahre)
ist Industrial Designer und wohnt mit seiner Familie in Braunschweig.

„Das Schönste am Vatersein ist das tägliche Feedback, die strahlenden Augen, das sich Wiedererkennen, das Glück, das Kinder austrahlen. Und letztendlich der Sinn, den das Leben durch Kinder bekommt.“

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder deinen Kindern? Die Hotwheels Autos? Die Legosteine? Und auf jeden Fall: Die Carrera Bahn, auf die ich schon seit 4 Jahren warte, für die es aber immer noch (verdammt nochmal) zu früh ist!

Kannst du gut ‚NEIN!’ sagen? Warum?/Warum nicht? Überhaupt nicht. Gibt es ein Nein-Seminar? Ich lerne in dieser Beziehung ständig und versuche Regeln konsequent einzuhalten, auch wenn es schwierig ist. Interessanterweise können Kinder aber mit Konsequenz gut umgehen, weil es Sicherheit gibt.

Dein schönster Moment als Papa? Welcher von den 1.500.000 Momenten in den letzten 4 einhalb Jahren? Wenn mein kleiner Sohn auf mir reitet? Wenn mein großer Sohn stolz ist, weil er wie 'ne Eins radfährt? Nachts, wenn sie wach werden und ich ihnen die Sicherheit geben kann, dass sie ruhig wieder einschlafen? Wenn ich nach Hause komme und sie mir an den Beinen hängen? Alle Momente sind unglaublich großartig.

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du Arthur und Richard gern beibringen? Radfahren, Technikbegeisterung, Schwimmen, künstlerisches Gespür, ganz viel Neugier auf die eigene Kreativität, und ganz wichtig: die eigene Neugier zu nutzen und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Für Geschmack ist Claudia zuständig, da komme ich nie im Leben ran. Für Musik fehlt mir das Talent. Beim Fussball gebe ich mir alle Mühe….

Hast du dir das alles so vorgestellt? Nie im Leben – das kennt man doch, wenn man jemandem erzählt, der in 3 Monaten Vater wird, was sich alles ändern wird. Der nickt dann und versucht das zu verstehen und nach 3 Jahren spricht man sich wieder und alles im Leben ist anders. Das kann man sich vorher nicht vorstellen. Aber es ist auf jeden Fall viel besser als man sich vorher auch nur zu träumen gewünscht hatte.
Uwe Feitsch (43 Jahre alt),
Papa von Jonas (9 Jahre) und Emely (6 Jahre)

Der Wirtschaftsfachwirt wohnt mit seiner Frau Alexandra und den beiden Kindern in Bayern.
Für ihn ist es am schönsten, für seine Kinder da zu sein, ihnen Halt und Sicherheit zu geben, so dass sie sich immer geborgen fühlen können.

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder deinen Kindern? Speedminton

Kannst du gut ‚NEIN!’ sagen? Warum?/Warum nicht? Ja. manchmal leider zu oft. Die Kinder tun einem dann schon leid, aber es muss sein.

Dein schönster Moment als Papa? „Papa, ich hab' dich lieb.“

Das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deiner Kinder? BMX-Rad, der Hut von meinem Sohn und seine Lederjacke

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? Ja, sehr gerne für einen Tag. Mal als Mädchen, mal als Junge und mit meinem Verständnis die Kinderwelt noch einmal erleben.

Hast du dir das alles so vorgestellt? Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass es so schön ist.
Xaver Egger (44 Jahre),
Papa von Linus (4 Jahre) und Mavie (11 Monate)

Wohnt mit seiner Frau Sandra in Berlin und arbeitet als Architekt.
Mag es, dass die Kinder ihm die Neugier zurückgeben, die er als Erwachsener schon längst verloren hatte. Und findet es schön, ihnen beim größer werden zuzugucken.

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder deinen Kindern? Fällt mir spontan nichts ein, was bedeuten kann, daß das für alle Spiele/Spielzeuge gilt oder eben für keines. Aber großen Spaß macht es Linus und mir, gemeinsam Geschichten zu erfinden, die dann meist ins Absurde driften.

Mal ehrlich, bist du sehr ängstlich, wenn es um Linus und Mavie geht? Nein, bin ich nicht. Wobei mir neulich schon ein bißchen mulmig zumute war, als Linus mir sagte, er ginge nun vom Spielplatz alleine nach Hause. Andererseits ist der Bewegungsradius von Stadtkindern ohnehin sehr klein im Vergleich zu dem meiner eigenen Kindheit auf dem Land. Er kam dann auch ganz stolz zu Hause an.

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? Ach, ich finde, man spielt als Vater ja ohnehin so viele verschiedene Rollen vom besten Freund bis hin zum verhaßten Nebenbuhler um Mamis Gunst. Abgesehen davon spielt Linus aber gerne Rollentausch. Dann ist er Mami, Mami Papi und ich darf Mavie Baby sein. Das ist sehr lustig.

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du deinen Kindern gern beibringen? Gerne alles. Das Leben ist so reich an schönen Dingen, die man erleben kann. Und das mit den Kindern zu teilen, ist das Schönste. Sie saugen ja ohnehin alles wie Schwämme auf, was wir machen und machen es uns nach. Linus hat große Freude daran, sich einen Stuhl an den Herd zu stellen und hochzuklettern, mit mir im Topf zu rühren und mir Ratschläge zu geben, wie ich noch nachwürzen könnte.

Wenn Mavie ihren ersten Freund mit nach Hause bringt wirst du... Ich bin neugierig zu sehen, wer mein kleines Mädchen glücklich machen kann.
Marco Pereira (33 Jahre),
Papa von Tomaz (11 Jahre) und Luna (8 Jahre)

Arbeitet auf Madagaskar, lebt eigentlich mit seiner Freundin Sophie in Berlin und kommt aus Lissabon / Portugal (dort leben auch seine Kinder bei ihren Mamas).
„Das Schönste ist die Doppel-Umarmung am Flughafen, wenn ich in Lissabon ankomme“

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder deinen Kindern? Ich wurde mal von einem Polizisten einer Schaukel verwiesen, weil ich so wie meine Kinder ebenfalls geschaukelt habe!!!

Dein schönster Moment als Papa? Bei beiden Geburten dabei zu sein und zu helfen.

Was ist das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deiner Kinder? Ich habe Luna ein Paar ziemlich coole Nikes geschenkt und Tomaz hat zu Weihnachten eine Wii bekommen. Und natürlich haben beide Touchscreen Handys um ihren Papa anzurufen :)

Würdest du gern die Rollen tauschen? Klar, wer wäre nicht gern mal wieder ein Kind?!?

Skaten, Kochen, Malen, guten Geschmack ... Was würdest du deinen Kindern gern beibringen? Ich bin Surfer, also würde ich ihnen auch gern beibringen wie man surft. Aber natürlich können sie frei wählen, was sie von mir beigebracht haben wollen. Und natürlich versuche ich ihnen Toleranz beizuspringen und andere zu akzeptieren wie sie sind.

Hast du dir das alles so vorgestellt? Ich glaube, das ist einer dieser wenigen Fälle, wo die Realität schöner ist als die Vorstellung.
Torsten Pohl (37 Jahre),
Papa von Lilith (2 Jahre) und Clara (1 Jahr und 3 Monate)

Ist Betreiber von www.butterzart.com – Onlineboutique für Kindermode und lebt mit seiner Familie in Brensbach (Höllerbach)
Liebt es seine Kinder lächeln zu sehen, wenn sich ihre Blicke treffen.

Das Interview

Kannst du gut „NEIN!“ sagen? Warum?/Warum nicht? Ja, ich kann gut „nein“ sagen. Mir blutet innerlich zwar manchmal das Papaherz, wenn ich streng sein muss – aber es ist in meinen Augen nun mal ungemein wichtig, die Grenzen, die man seinen Kindern setzt, auch konsequent einzuhalten.

Mal ehrlich, bist du sehr ängstlich, wenn es um deine Kinder geht? Ich versuche, ein fürsorglicher Papa zu sein, der seinen Kindern aber genug Freiraum zum Entdecken und Entfalten gibt. Dabei ist es schon eine Gratwanderung zwischen der Angst, die man um seine Kinder hat und dem Vertrauen in seine Kinder.

Was ist das coolste Spielzeug/Buch/Kleidungsstück deiner Kinder? Da meine Frau und ich mehrere Geschäfte und einen Online-Shop für Kindermode betreiben, sitzen unsere Kinder diesbezüglich sozusagen direkt an der Quelle. Da fällt es mir schwer, mich für das coolste Kleidungsstück zu entscheiden. Viel cooler finden meine Töchter und ich außergewöhnliches Spielzeug, wie zum Beispiel die Rassel, die wir vor kurzem aus einem Y-förmigen Ast, ein bisschen Draht und durchlöcherten Kronkorken gebastelt haben.

Wenn eine deiner Töchter ihren ersten Freund mit nach Hause bringt, wirst du ... … getreu dem Film „Meine Braut, ihr Vater und ich“ den Lügendetektor auspacken … Nein, ich glaube, das wird eine wirklich schwierige Zeit für mich. Zum Glück habe ich ja noch ein bisschen Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen.

Hast du dir das alles so vorgestellt? Ganz ehrlich: So schön habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Wie man als Mann halt so ist, habe ich lange Zeit gesagt: „Kinder? Gerne. Aber erst später …“ – aber irgendwann war es soweit und ich wollte Kinder haben. Und alle Ängste und Sorgen, die ich vor dem Papasein hatte, haben sich als unbegründet herausgestellt. Ich bin unglaublich glücklich, stolz und demütig dankbar, eine so tolle Familie zu haben.
Daniel Knust (30 Jahre),
Papa von Yakup (6 Jahre)

Ist Motorradhändler und wohnt in Berlin.
„Das Schönste am Vatersein? Vatersein!“

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht, dir oder Yakup? Dem Schlitten und der Badehose.

Hast du Ein Vater-Vorbild? Wenn ja, Wen? Meinen Vater, definitiv.

Dein schönster Moment als Papa? Sonnenuntergang zu zweit am Meer, zusammen Kopfnicken im Auto, Kitzel-Contest

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? Ja, Wenn ihn wieder mal eine hübsche Frau knutscht.

Skaten, Kochen, Malen, Geschmack ... Was würdest du Yakup gern beibringen? Den Blick für Details und Glück.

Wenn dein Sohn seine erste Freundin mit nach Hause bringt wirst du... Pizza bestellen und mit meinem dann hoffentlich vorhandenen Boot rausfahren.

Hast du dir das alles so vorgestellt? Nicht so emotional, nein.
Christoph / Kickoff (30 Jahre),
Papa (nicht leiblich, aber egal) von Yakup (6 Jahre)

Ist Fotograf und wohnt mit Yakups Mama Andrea zusammen in Berlin.
„Dem Kind die Welt zu erklären, aus Ihm einen starken Menschen machen und gemeinsam tolle Momente erleben – das ist das Schönste am Vatersein.“

Das Interview

Bei welchem Spiel/Spielzeug ist nicht genau klar wem es mehr Spaß macht dir oder Yakup? LEGO StarWars

Kannst du gut ‚NEIN!’ sagen? Warum?/Warum nicht? Ja, da man gerade auf unseren Spielplätzen sehen kann, wozu es sonst führen kann.

Dein schönster Moment als Papa? Das 1. Eishockeyspiel im Stadion mit dem Kleinen, als er 5 war und dabei zu sehen, wie er aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Inklusive Tränen...bei mir.

Würdest du gern mal die Rollen tauschen, wenn ja, warum? Ja, weil man Sachen viel unbeschwerter erleben kann als ein Erwachsener

Wenn Yakup seine erste Freundin mit nach Hause bringt wirst du... Wenn bis dahin nicht geschehen, ein Gespräch von „Mann zu Mann“ mit ihm führen, ansonsten „cool“ bleiben.

Hast du dir das alles so vorgestellt? Ich hab's mir schlimmer vorgestellt als es ist. Man sieht einfach zu viel Negativbeispiele und hat Angst bei der Erziehung etwas falsch zu machen, aber wenn man mit seinem Kind Dinge teilen/erleben kann und andererseits trotzdem Regeln aufstellt, wird das schon.
1 Kind, 1 Mama, 2 Papas.
Wenn sich die Eltern trennen ist das oft sehr schwer für ein Kind. Und wenn dann noch ein neuer Mann in Mamas leben tritt, kann’s richtig blöd werden. Muss es aber nicht. Dass eine solche Neukonstellation cool für’s Kind und sogar die Väter sein kann, davon berichten Daniel und Christoph, beide Papa von Yakup:

Das Interview

Daniel: „Wieviele Väter in Deutschland teilen sich eigentlich das Schicksal, ihr Kind mit einem neuen Papa zu teilen - Hundertausende? Es geht auch auf die entspannte Art und Weise - mit KickOff. Der Name resultiert aus den damals noch nicht vorhandenen Sprachkenntnissen Yakups, der zauberte aus dem eigentlichen "Christoph" ein "Kikof", woraus ich dann ein KickOff machte. Sicher gab es mit KickOff anfangs Schwierigkeiten, nie offenen Streit, aber eben Erfahrungsarmut in einer solchen Situation. Der im Grunde gleiche Erziehungsstil lässt aber bis heute wenig Platz für Unstimmigkeiten. Wir sind uns sehr ähnlich, denke ich.

Sollten wir drei Männer, Yakup, KickOff und ich mal irgendwann, irgendwo, nur so auf dem Bordstein herumsitzen, wäre das für Yakup sicher ein cooles Happening, voll Witz und Situationskomik durch uns.
Ich kann wahnsinnig gut schlafen, auch wenn Yakup nicht da ist. Denn KickOff gibt genauso Acht wie ich. Was mir aber definitiv klar ist: Das, was Yakup ausmacht (er ist bezaubernd!), ist die Summe aus letztendlich drei verschiedenen Personen. Mama, Papa und KickOff.
Eine generelle Aufgabenteilung gibt es nicht. Dort, wo Yakup gerade ist, ist sowieso immer etwas Spannendes los. KickOff geht mit ihm zum Eishockey, Baseball oder zum Schlagzeugspielen, ich nehme ihn zum Motocross oder Wakeboarden mit. Zusammengefasst heißt das in etwa:
KickOff ist einfach ne coole Sau, der sich bloß nicht mehr verkrümeln soll.
Da kann ich hier ja gleich mal die Gelegenheit nutzen, um eines zu sagen: Danke, Junge!“

Christoph: „Ich bin sehr zufrieden, wie wir als große Familie miteinander auskommen und funktionieren. Aus meiner Sicht ist keiner von uns mehr oder weniger für die Männersachen oder das Kulturelle verantwortlich. Daniel z.B. kümmert sich um Fußball und Motocross, ich ums Schlittschuhlaufen und Kreativität.

Die Vorteile der Situation, sind die vielen verschiedenen Einflüsse für das Kind. Für uns Eltern ist es die kinderfreie Zeit. Eifersucht ist bei mir kein Thema. Ich freue mich immer für Yakup & Daniel, wenn sie tolle Sachen erleben und der Kleine zu Hause begeistert davon erzählt.“