Geschenke, Bücher, Blumen oder Kaffee – für viele alltägliche Dinge gibt es mittlerweile Aboboxen. Monatlich, wöchentlich oder auch nur einmalig werden euch ganz bequem die verschiedensten Produkte nach Hause geliefert. Ein ganz besonderer Service ist in dieser Reihe der Shoppingservice von KINDHOCHDREI. Wir haben mit der Gründerin Nina Böing über ihr Unternehmen gesprochen.

Liebe Frau Böing, Sie haben den Shopping Service KINDHOCHDREI gegründet. Wie kam es dazu?

Ich komme selber aus einer Unternehmerfamilie, und obwohl ich die damit verbundenen Aufs und Abs erlebt habe, stand für mich schon früh fest, dass ich auch mein eigener Chef werden wollte. Ich habe mein Leben lang irgendetwas gegründet: die Schülerzeitung mit 13 Jahren, einen eigenen Foto-Gedichtband mit 18 Jahren rausgebracht, während des BWL-Studiums den Businessplan für die Erfindung meines Freundes geschrieben, und bei dem Businessplan-Wettbewerb start2grow den 4. Platz erzielt. Ich habe neben dem Studium daraufhin viele Businesspläne erstellt, aber immer wieder verworfen, und auch mal für eine Freundin den Marketing- und Vertriebsauftritt ihres Startups geplant. Letztendlich war die Zeit aber wohl erst reif, als ich bedingt durch den Jobwechsel meines Mannes mit Baby und Mann nach Berlin „zwangsumgezogen“ wurde. Hier wollte ich gerne wieder, wie vor der Elternzeit, eine leitende Angestellten-Position mit 25-30 Stunden/Woche bekleiden, aber leider habe ich diese Nadel im Heuhaufen nicht gefunden. Im Juni 2013 hab ich mich dann einfach mit einem leeren Zettel an den Esstisch gesetzt und zwei Sachen aufgeschrieben. Was ICH gerne mache („Kinderkleidung shoppen“, ja, man sollte ehrlich sein, auch wenn es einem unangenehm ist) und was ANDERE nicht gerne machen („Kinderkleidung shoppen“). Nun wollte ich aber keinen Onlineshop gründen, sondern das Beste aus den Welten stationärer Handel und Onlineshop verbinden. Damit war die Idee geboren.
Drei Monate später waren wir online. Nachdem ich „meine“ Idee gefunden hatte, habe ich Tag und Nacht an dem Konzept und später an der Website gearbeitet. Zum Glück habe ich ein tolles Team! Eine unglaublich gute Grafikdesignerin, die ich auch schon vorher kannte sowie einen tollen Webentwickler, der immer noch für uns arbeitet.

Sie haben eine kleine Tochter. Wie organisieren Sie sich im Alltag als Working Mum?

Ja, ich habe eine fünfjährige Tochter, die in die Kita geht. Da unsere ganze Familie aber weit weg wohnt, müssen wir jede weitere Betreuungszeit gut planen. Grundsätzlich bringt mein Mann morgens unsere Tochter in die Kita, und ich hole sie nachmittags wieder ab. Wenn sie dann abends schläft, setze ich mich häufig nochmal für 1-2 Stunden an den Laptop.

Wie genau funktioniert denn der Service von KINDHOCHDREI?

Die vorwiegend bestellenden Mütter können auf dem kurzen Online-Fragebogen ihre eigene „Wohlfühl-Preisspanne“ selbst bestimmen, sodass wir bei Auswahl der günstigsten Preisspanne drei komplette Outfits für ca. 150-180 Euro verschicken können. Bei Angabe der höchsten Preisspannen können es dann auch 500-600 Euro sein. Wichtig ist aber, dass unsere KundInnen sich einfach das raussuchen, was ihnen gefällt und den Rest können sie versandkostenfrei an uns zurückschicken. Unsere Outfits sind also mehr als Empfehlungen zu verstehen. Erst nachdem die Familie die neuen Lieblingsteile rausgesucht hat, erhalten sie eine Rechnung. Seit dem Sommer verschicken wir neben Kleidung von Unterwäsche bis Haaraccessoires auch Schuhe, sodass wirklich komplette Outfits bestellt werden können.

Wer sind Ihre Kundinnen?

Natürlich ist KINDHOCHDREI für alle Mamas da. Jeder denkt natürlich erstmal an die berufstätige Mama, die wenig Zeit hat. Es sind aber auch die neugierigen, modebewussten Mamas unsere Zielgruppe, die sich gerne mal Inspiration holen, wie man schöne Kinderkleidung kombinieren kann. Dann gibt es die Mamas, die ihr Kind gerne außerhalb des „Mainstreams“ kleiden wollen und sich auf das Entdecken neuer Marken freuen. Aber viele Mamas haben – genau wie viele der Kinder – einfach keine Lust auf Shopping, wollen aber trotzdem ein gut gekleidetes Kind. Also unser Service richtet sich wirklich an fast alle Mamas. Und selber einkaufen kann man ja auf jeden Fall immer noch, wenn man das mag.

Haben Sie Pläne für die Zukunft?

Wir wollen mindestens so weiter wachsen wie bisher und zu den Top Ten der Onlineplattformen für Kinderkleidung gehören.

Wir stellen Euch im mum Special 2017 noch einige andere Aboboxen vor. Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.