Bloggerin Nike van Dinther (27) und Hebamme Jule Pumpe (35) sind Mütter und arbeiten als Selbstständige. Welche Vorteile das bringt, warum sie sich manchmal eine Auszeit wünschen und welche Pläne sie für ihren Blog „Tiny Jane“ schmieden, verraten sie im mum-Interview.

Nike van Dinther
Bloggerin Nike beim Spaziergang in Berlin

Jule Pumpe und ihre
Jule Pumpe und ihre „verrückte Bande“

Nike, Sie haben im September 2014 einen Sohn bekommen und schon zwei Wochen nach der Geburt wieder regelmäßig gebloggt. Wie dürfen wir uns Ihren neuen Arbeitsalltag vorstellen?

Nike van Dinther: Im Prinzip gar nicht sehr viel anders als zuvor, bloß mit Baby dazwischen und chaotischer denn je. Ich versuche gerade, ein bisschen geordneter zu werden und mir den Tag so einzuteilen, dass weder Lio noch das Arbeiten zu kurz kommen. Es ist also ein Hin und Her zwischen Baby und Laptop und ich muss ständig turboeffizient sein. Zu Meetings kommt der kleine Kerl noch mit, das tut überraschenderweise allen Beteiligten gut. Abends werden dann die Rollen getauscht und mein Freund übernimmt, sodass mir noch ein paar Stunden für all die Dinge bleiben, die ich tagsüber liegen lassen musste. Wenn mal gar nichts mehr geht, dann kommt eine Babysitterin. Außerdem gehört mir ein ganzer Tag während der Woche, an dem mein Partner von zu Hause aus arbeitet und sich allein um den Kleinen kümmert.

Mittagsschlaf bei den Pumpes
Mittagsschlaf bei den Pumpes

„Ich bin inzwischen nämlich eher reif für einen
Cluburlaub mit Rundumverpflegung.“

– Nike van Dinther

Was würden Sie beide tun, wenn Sie nun ein paar Wochen am Stück freie Zeit hätten?

Jule Pumpe: Das ist fast so, als würde man mir einen Lottogewinn anbieten. Sehr wahrscheinlich würde ich alles und nichts tun, meine sowieso schon langen To-do-Listen noch um einen Kilometer verlängern, wie eine Schnappschildkröte durch die Tage kriechen und jeden einzelnen Moment genießen, um dann ziemlich schnell wieder meine verrückte Bande zu vermissen.

Nike van Dinther: Ich würde endlich wieder alle meine liebsten Nasen aus der Heimat wiedersehen, mir stundenlang ihre Geschichten anhören, mit meiner Oma Paris erkunden, ein Hoffest mit Liveband bei meinen Eltern ausrichten, mit meiner Mama einen Tanzkurs belegen, mit meinem Papa fliegen gehen und mit meinem Freund einen Urlaub in den Bergen machen. Ihm zuliebe. Ich bin inzwischen nämlich eher reif für einen Cluburlaub mit Rundumverpflegung.