Peter Brown auf seiner Lesung beim Internationalen Literaturfestival in Berlin
Peter Brown auf seiner Lesung beim Internationalen Literaturfestival in Berlin

Peter Brown ist erfolgreicher Autor und Illustrator zahlreicher Kinderbücher. Seine phantasievollen Welten brauchen nur wenige Worte und erzählen ganz einfache Geschichten auf dennoch besondere Art und Weise.

Die Neugierde seiner Großmutter hat Brown dazu inspiriert, sich seine Umgebung genauer anzuschauen und sich vor allem einen eigenen Reim auf alles zu machen. Durch den Großvater, ein Künstler, hat Brown die Kunst immer schon viel ernster genommen als seine Altersgenossen. Er hat früh angefangen zu zeichnen und nach der Schule ein Studium als Illustrator angefangen.
Es ist der sehr individuelle Blick auf die Welt, die die Betrachter seiner Werke am meisten faszinieren. Für sein Buch „Der neugierige Garten“ hat sich Brown von seiner Wahlheimat New York inspirieren lassen: „Es gibt eine Hochbahn in New York, die seit den 1980ern stillgelegt ist. Diese Überbleibsel der Schienen und die gesamte Strecke ist heute komplett

© Peter Brown
Szene aus „Der neugierige Garten“ © Peter Brown

bewaldet. Es ist alles voller Bäume und Gewächse. Aus der einstigen Hochbahn ist ein wunderschöner Park geworden, in dem man unglaublich gerne verweilt.“ Brown habe in allen möglichen amerikanischen Städten solche Orte gefunden: Plätze, die vom Menschen verlassen worden sind und die sich die Natur erobert hat. So ist die Idee zu „Der neugierige Garten“ entstanden.

Für sein neustes Werk hat sich Brown in seine eigene Schulzeit zurückversetzt: Es handelt von einer Lehrerin, die eigentlich ein Monster ist. Belustigt erinnert Brown sich daran, wie er als Kind das erste Mal seine Lehrerin außerhalb der Schule traf und die Welt nicht mehr verstand: „Ich war total durcheinander, dass meine Lehrerin plötzlich auch ein Leben hatte, dass sich nicht in den Schulräumen abspielte. Das war mir als Kind nicht klar, ich dachte, sie würde in der Schule leben. Ich mochte sie nicht besonders und stellte mir irgendwann vor, dass sie ein Doppelleben als Lehrerin und Monster führte.“ Seine Erinnerungen teilt er in seinem liebevoll gestalteten Buch und zeigt, dass die böse Lehrerin am Ende doch kein Monster sein kann….oder etwa doch?

Browns Werke zeichnen sich durch ein Augenzwinkern aus, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene fasziniert. Er nimmt alles nicht so ernst, weiß dennoch um die Wichtigkeit so mancher Anliegen der Kleinen. Wie er selbst sagt, sind Kinder seine liebsten Leser: „Die sind noch neugierig. Das mag ich gerne. Genau wie bei meiner Großmutter!“

© Peter Brown
Szene aus „Meine Lehrerin ist ein Monster“ © Peter Brown

Browns Werke sind in Deutschland auf Bohem Press erschienen.