2017 feiert Harry Potter sein 20-jähriges Jubiläum: 1997 erschien der allererste Band, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Der Beginn einer weltweit einmaligen Erfolgsgeschichte. Millionen kleine und große Leser sind seitdem Fans des Zauberlehrlings Harry Potter und seinen Freunden Ron Weasley und Hermine Granger. Das Tollste: Eine Studie belegt nun, dass Harry Potter-Fans nicht nur Fantasie und Freude an Zaubergeschichten haben, sondern vor allem vorurteilsfreiere und liberalere Menschen sind. Mehr dazu erfahrt ihr hier…

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Da war er noch ganz jung: Harry Potter (Daniel Radcliffe) im ersten Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (Foto: © Warner Bros. )

Lesen bildet – das ist nicht neu, dürfte aber die Harry-Potter-Anhänger unter euch besonders freuen. Denn laut einer Studie des amerikanischen „Journal of Applied Social Psychology“, einer monatlichen Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie, sind Kinder und Jugendliche, die mit den Büchern und Filmen von Joanne K. Rowling aufgewachsen sind, im späteren Leben offenere Menschen. Sie bringen Minderheiten wie Flüchtlingen oder Homosexuellen mehr Toleranz entgegen und haben generell weniger Vorurteile als Nicht-Harry-Potter-Fans.

Woher kommt die größere Toleranz? 

Harry-Potter-Leser kommen von Anfang an mit Außenseitern und Minderheiten in Kontakt und entwickeln so Sympathien für die „Underdogs“. Harry selbst landet als Waisenjunge bei seiner Tante Petunia Dorsley und ihrem Mann Vernon, seinen einzigen noch lebenden Verwandten. Doch er wird von den Dorsleys schlecht behandelt, sie verschweigen ihm, wie seine Eltern zu Tode gekommen sind und dass er magische Kräfte hat. Natürlich schließen die Fans ihren Harry direkt ins Herz – hier wird schon der Grundstein für mehr Toleranz gelegt.

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Die besten Freunde von Harry Potter: Hermine Granger (Emma Watson) und Ron Weasley (Rupert Grint) Foto: © Warner Bros.

Als Harry mit elf Jahren auf das Internat Hogwarts kommt, schließt er Freundschaft mit zwei Mitschülern, die ebenfalls Außenseiter sind: der rothaarige Ron Weasley hat fünf ältere Brüder und steht im Schatten seiner Geschwister. Er ist linkisch, tapsig und fürchtet sich vor Spinnen. Aber er hat ein gutes Herz.

Hermine Granger stammt aus einer „Muggle“-Familie, sprich ihre Eltern sind keine Zauberer. Deshalb wird sie von den anderen Schülern gehänselt und gibt sich besonders große Mühe – was ihr den Ruf als Streberin einträgt. Die drei Außenseiter Harry, Ron und Hermine werden beste Freunde. Zusammen stehen sie zahlreiche Abenteuer durch und schlagen sich wacker im Kampf gegen den bösen schwarzen Magier Lord Valdemort.

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Außenseiter halten zusammen: Harry (Daniel Radcliffe) und Hermine (Emma Watson) Foto: © Warner Bros.

Das Bündnis der drei Freunde gegen den Bösewicht wirkt ebenfalls als gutes Beispiel auf Kinder und Jugendliche. Schließlich beweisen Harry, Hermine und Ron, dass Freundschaft zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört und Vertrauen, Zuverlässigkeit, Mut, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr erstrebenswerte Tugenden sind.

Grund genug also, anlässlich des 20. Jubiläums von Harry Potter endlich mal wieder einen Blick in die Bücher zu werfen oder sich die Filme noch einmal in aller Ruhe zuhause auf DVD anzuschauen. Denn Harry Potter macht euch zu einem besseren Menschen…

 Slider-Foto:  © Warner Bros.