Der Regenbogenfisch ist eine dieser Figuren, die wir selbst schon geliebt haben und nun unseren Kindern vorstellen. Seit Generationen also schwimmt der schimmernde Fisch durch die Unterwasserwelt von Marcus Pfister, der den Regenbogenfisch vor 25 Jahren kreierte. Wir sprechen mit ihm aus eben diesem Anlass.

Der Regenbogenfisch begeistert schon ein Vierteljahrhundert immer neue Generationen. Hast du den Erfolg kommen sehen?

Marcus Pfister: Nein, diesen Erfolg hat niemand vorausgesehen. Natürlich war ich begeistert von diesem Projekt und habe gehofft, dass sich diese Begeisterung auch auf das Publikum überträgt. Aber eigentlich waren wir nur froh, dass sich das Buch trotz aller technischer Schwierigkeiten mit der Folie realisieren ließ. Die ganze Geschichte hätte ohne Folie gar nicht funktioniert und das Projekt stand lange auf Messers Schneide …

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Marcus Pfister: Der Regenbogenfisch lernt verlieren. Nord Süd Verlag 2017, 16 Euro

Was hat dich an der Unterwasserwelt fasziniert?

Die Farben, das Ungewisse und Unerforschte. Und natürlich hat die Unterwasserwelt perfekt zu meiner damaligen Maltechnik, dem Aquarell, gepasst. Die verfliessenden Farben, nass in nass, die pastellen Töne…

Was ist deiner Meinung nach die Eigenschaft, die beinahe jede deiner Figuren besitzt? 

Die Vereinfachung in Text und Bild ist sicher ein wesentlicher Punkt. Nebst den abstrahierten Tieren, die fast schon mehr Symbole sind, arbeite ich mit sehr einfachen Hintergründen, damit sich das Auge aufs Wesentliche, die eigentliche Handlung, konzentrieren kann.

Woraus ziehen du die Ideen für deine Figuren und deren Geschichten?

Die Ideen und Inspirationen kamen immer von vielen verschiedenen Seiten. Einerseits bin ich ein sehr visueller Mensch und oft hatte ich vor der Text- eine Bildidee. Bilder und Geschichten entwickelten sich dann Hand in Hand und beeinflussten sich gegenseitig. Die Inhalte der Regenbogenfisch-Geschichten wurden auch stark von meinen Kindern mitgeprägt.

Welches war als Kind deine eigene Lieblingsfigur?

Da muss ich passen, da gab es keine. Vielleicht wären es Asterix und Obelix gewesen, eine Serie, welche ich heute noch gerne mag.

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Der Papa des Regenbogenfischs

Marcus Pfister arbeitet seit 1986 mit dem NordSüd Verlag zusammen. Sein erstes Buch war „Die müde Eule“. Sein Durchbruch war jedoch 6 Jahre später „Der Regenbogenfisch“. Seit 25 Jahren erfindet Marcus Pfister immer wieder neue Geschichten um den Fisch und seine Freunde und es gibt auch immer wieder neue, hübsche Produkte rund um die Tiefen der verträumten Unterwasserwelt. Zum 25-jährigen Jubiläum des Regenbogenfischs geht Pfister dieses Jahr auch auf Lesetour. Die Termine könnt ihr euch hier ansehen.

 Titelbild: Marcus Pfister/ NordSüd Verlag/ Privat