Die Comic-Tagebücher von Greg Heffley, geschrieben von Autor Jeff Kinney, sind Kult. Nun kommt bereits der vierte Film in die Kinos. „Gregs Tagebuch – Böse Falle“ (ab 1. Juni 2017) bietet neben jeder Menge Spaß und Action auch eine komplett neue Besetzung: Die Hauptrolle des hat Jason Ian Drucker übernommen. Alicia Silverstone („Clueless“) spielt Gregs Mutter Susan Heffley, als Vater ist Tom Everett Scott zu sehen. Charlie Wright spielt Gregs großen Bruder Rodrick. Wir haben mit Jeff Kinney über seine Gemeinsamkeiten mit Greg und den Erfolg der Kinderbuchreihe gesprochen.

Luna: Greg ist nicht nur in den USA sondern auch hier  in Deutschland sehr populär. Viele Kinder lieben die Bücher und werden sicher auch den neuen Film anschauen. Was macht ihn so beliebt? 

Auf dem Roadtrip zu ihrer Großmutter handeln sich Rodrick (Charlie Wright) und Greg (Jason Ian Drucker) Ärger mit der Polizei ein (Foto: Twentieth Century Fox)
Auf dem Roadtrip zu ihrer Großmutter handeln sich Rodrick (Charlie Wright) und Greg (Jason Ian Drucker) Ärger mit der Polizei ein (Foto: Twentieth Century Fox)

Jeff Kinney: Greg ist ein sehr smarter, aufgeweckter Junge. Er denkt sehr schnell und hat viele lustige Ideen. Gleichzeitig ist er sehr auf sich selbst konzentriert und lebt in seiner eigenen Welt. Ich glaube, damit können sich viele Kinder identifizieren.

Luna: Für den vierten Film wurden die Schauspieler komplett ausgetauscht, da die vorherigen zu alt geworden sind. Wie gefällt dir Jason Ian Drucker als Greg?

Jeff Kinney: Ich finde den gesamten Cast ganz toll. Alle Schauspieler machen ihren Job fantastisch. Und Jason ist perfekt für die Rolle von Greg. Er hat einen wunderbaren Gesichtsausdruck und hat die Rolle super gemeistert.

Luna: Und wie findest du Alicia Silverstone als Mama?

Alicia Silverstone (rechts) spielt Gregs Mutter, die ihren Söhnen gesundes Essen schmackhaft machen will und auf dem Roadtrip Handy-Verbot erteilt (Foto: Twentieth Century Fox)
Alicia Silverstone (rechts) spielt Gregs Mutter, die ihren Söhnen gesundes Essen schmackhaft machen will und auf dem Roadtrip Handy-Verbot erteilt (Foto: Twentieth Century Fox)

Jeff Kinney: Alicia ist eine ganz besondere Person! Ich habe mich sehr gefreut, dass wir sie für die Rolle gewinnen konnten. Sie war am Set sehr fürsorglich, hat sich um alle gekümmert und immer sehr gesunde Sachen zum Essen mitgebracht (lacht). Das Thema gesunde Ernährung liegt ihr sehr am Herzen. Darüber schreibt sie auch auf ihrem Blog The Kind Life.

Luna: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dir und Greg, seid ihr euch ähnlich?

Jeff Kinney: Greg und ich haben viel gemeinsam (lacht). Er ist in vielen Dingen so, wie ich als Kind auch war. Ich war genauso verrückt nach Computerspielen. Ich habe unzählige Stunden vor meinem Atari 600 gesessen und gezockt. Meine Söhne sind zum Glück gar nicht so. Sie machen viel Sport und sind sehr aktiv. Natürlich verbringen sie auch viel Zeit mit ihren Smartphones. Aber dass sie computerverrückt sind kann man nicht behaupten.

Luna: Im Film unternimmt die Familie Heffley einen Roadtrip, um die Großmutter zu besuchen. Hast du auch schon Roadtrips gemacht? 

Abenteuerlicher Trip: Familie Heffley unterwegs zum 90. Geburtstag der Oma (Foto: Twentieth Century Fox)
Abenteuerlicher Trip: Familie Heffley unterwegs zum 90. Geburtstag der Oma (Foto: Twentieth Century Fox)

Jeff Kinney: Ja, natürlich. Zahlreiche! Besonders in meinen Zwanzigern habe ich viele Roadtrips gemacht und bin beispielsweise von  Massachusetts nach Virginia mit dem Auto gefahren. Da ist man schon einige Tage unterwegs. Aber mir hat das immer großen Spaß gemacht. Es ist ein tolles Freiheitsgefühl, wenn man so mit dem Wagen die Highways entlang brettert. 

Der Film: Gregs Tagebuch – Böse Falle (Kinostart: 1. Juni 2017)

Gregs Tagebuch - Böse Falle, ab 1. Juni 2017 im Kino (Foto: Twentieth Century Fox)
Gregs Tagebuch – Böse Falle, ab 1. Juni 2017 im Kino (Foto: Twentieth Century Fox)

Worum geht es? Um zum 90. Geburtstag der Großmutter zu reisen, unternimmt die Familie Heffley einen mehrtägigen Roadtrip. Ziel der Tour: Die Familie soll sich nach dem Wunsch von Mutter Susan (Alicia Silverstone) näher kommen, Handys, Computer und Fast Food sind tabu – Quality Time ist angesagt! Doch ihre Söhne Greg (Jason Ian Drucker) und Rodrick (Charlie Wright) sind wenig begeistert. Nur der jüngste Sprössling nimmt das Ganze stoisch – vorausgesetzt, der Schnuller bleibt im Mund. Selbst Vater Frank (Tom Everett Scott) tut sich schwer mit dem Handy- und Laptop-Verbot seiner Frau, schließlich hat er einen Job, den er nicht verlieren will. So startet die Familie mit sehr unterschiedlichen Erwartungen in die abenteuerliche Reise.

Worum geht´s wirklich? Um den smarten Greg, der es schafft, dass der Roadtrip nicht komplett aus dem Ruder läuft – obwohl er sich etwas Besseres für seine Sommerferien vorstellen konnte. Und um seine liebenswert-chaotische Familie, die trotz allem zusammenhält.

Fazit: Ein actionreicher und lustiger Film mit jeder Menge Slapstick-Einlagen, die zum Teil etwas derb geraten sind. Aber wer kein Problem mit Fäkalhumor hat, wird sich gut unterhalten. Ansonsten sollte man den Nachwuchs besser allein mit Cola und Popcorn ins Kino schicken und sich stattdessen eine Shopping-Tour oder einen Café-Besuch gönnen.