Seit ein paar Wochen geht nichts mehr ohne! Der Fidget Spinner erobert die Schulhöfe. Was hat es mit dem Trend aus Amerika auf sich…

Es fing vor wenigen Wochen an. Ein paar Jungs im Schulhof spielten mit den lustigen kleinen Drehscheiben. Auf Nachfrage erklärten sie, das sei ein Fidget Spinner, im Moment ganz „heißer Scheiß“. Aha!

Inzwischen jongliert morgens fast jedes Kind seinen Drehkreisel auf der Hand. Auf dem Schulhof surrt es wie in einem kleinen Bienenschwarm. Die Fidget Spinners sind mit und ohne blinkende Lichter zu haben, es gibt sie in allen Farben, gemustert, matt oder glatt. Ungefähr acht Euro kostet das Spielzeug, das den Ninjago-Sammelkarten inzwischen komplett den Rang abgelaufen hat.

Der Trend kommt aus den USA. Dort sind die kleinen „Fidget Spinner“ inzwischen an einigen Schulen verboten, denn die Lehrer fühlten sich durch das ständige Surren im Unterricht gestört. Dabei hatte die Erfinderin durchaus Pädagogisches damit im Sinn. Catherine Hettinger meldete schon in den 80er Jahren ein Patent auf die Spinner an. Sie sollten nervöse, zappelige Kinder spielerisch zur Ruhe führen. Spaßiger als Mandalas malen sind die Fidget Spinners in jedem Fall. Warum sie gerade jetzt einen Hype erleben kann keiner so genau erklären.

Erfinderin Hettinger jedenfalls verdient an den lustigen Drehscheiben nichts mehr, denn sie hat leider vergessen ihr Patent zu verlängern. Pech! Ob die Fidget Spinners Kinder tatsächlich ruhiger machen und ihre Konzentration fördern, mag dahin gestellt sein. Die jungen Nutzer jedenfalls lassen sich von dieser etwaigen Zusatzfunktion nicht abschrecken.

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