Am 31. Januar 2019 startete „Mia und der weiße Löwe“ in den deutschen Kinos.  Ein beeindruckender Film über die Beziehung eines jungen Mädchens zu einem weißen Löwen. Wir haben mit der Hauptdarstellerin Daniah De Villiers über die Dreharbeiten in Südafrika, die Zusammenarbeit mit dem Tiertrainer Kevin Richardson und ihre innige Freundschaft zum Löwen Thor alias Charlie gesprochen.

Mia und Löwenbaby Charlie
Charlie (Thor) kommt als Löwenbaby zu Mia (Daniah De Villiers) und ihrer Familie (Foto: Studiocanal Deutschland GmbH)

Es gibt Filme, die berühren einen von der ersten Minute an. „Mia und der weiße Löwe“ gehört dazu. Die französisch-deutsche Koproduktion erzählt die Geschichte der elfjährigen Mia (Daniah De Villiers), die mit ihren Eltern und ihrem Bruder von London nach Südafrika zieht. Ihr Vater John (Langley Kirkwood) will dort eine Lodge für Ökotourismus aufbauen und betreibt eine Löwenzucht. Zunächst widerwillig fügt sich Mia ihrem Schicksal. Doch alles ändert sich, als ihr Vater eines Tages das weiße Löwenbaby Charlie (Thor) mit nach Hause bringt. Zwischen Mia und Charlie entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Gedreht wurde „Mia und der weiße Löwe“ an atemberaubend schönen Schauplätzen in Südafrika und über einen Zeitraum von drei Jahren. Wir haben die sympathische südafrikanische Schauspielerin Daniah De Villiers (15) in Berlin getroffen.

Luna: Wie bist du zu der Rolle der Mia gekommen?

Auch Mama Alice (Mélanie Laurent) hat Charlie ins Herz geschlossen (Foto: Studiocanal Deutschland GmbH)

Daniah De Villiers: Ich bin zum Casting beziehungsweise zum Vorsprechen nach Kapstadt gefahren. Meine Familie hat mich begleitet. Ich war sehr aufgeregt, weil es ein langer Castingprozess war. Es war eine große Entscheidung für mich, denn als ich die Rolle bekam, war ich erst zwölf Jahre alt! Meine Eltern mussten ihre Jobs aufgeben, um mich während des Films zu betreuen. Aber wir alle dachten, dass es das wert ist, denn wir wussten, dass es ein großes Abenteuer werden würde.

Wie hast du reagiert, als du die Zusage bekommen hast?

Ich habe geschrien vor Freude (lacht). Ich wollte diese Rolle unbedingt bekommen und an diesem außergewöhnlichen Film mit echten Löwen arbeiten.

Film Mia und der weiße Löwe
Aus Mia wird eine junge Frau, aus Charlie ein ausgewachsener Löwe (Foto: Studiocanal Deutschland GmbH)

Das Einzigartige an dem Film ist, dass du über drei Jahre lang mit echten Löwen und dem Löwentrainer Kevin Richardson gearbeitet hast. Hattest du schon vor dem Film eine Beziehung zu Löwen oder Tieren allgemein?

Ich habe zwei Hunde und eine Katze. Aber ich hatte vorher noch nie Kontakt zu Löwen, nein. Normalerweise stehen Mädchen in meinem Alter ja eher auf Pferde (lacht). Aber ich hatte den großen Wunsch, mit den Löwen zu arbeiten und mehr über diese Tiere herauszufinden. Und Kevin Richardson hat mir sehr geholfen und mir wirklich alles über Löwen erzählt.

Der Löwentrainer Kevin Richardson schien von Anfang an zu wissen, dass du genau die Richtige für die Rolle warst …

Löwentrainer Kevin Richardson am Set von Mia und der weiße Löwe
Löwentrainer Kevin Richardson am Set mit Fotografen und Darstellerin Daniah De Velliers (Foto: Studiocanal Deutschland GmbH)

Ja, er hat mich beobachtet, als ich zum ersten Mal auf die Löwen traf. Ich glaube, er hat gespürt, dass ich die nötige Ruhe und das Vertrauen zu ihnen habe. Ich hatte keine Angst. Und mit der Zeit ist meine Liebe zu den Löwen und vor allem zu Thor – wie Charlie mit richtigem Namen heißt – immer weiter gewachsen. Wir haben eine ganz besondere Beziehung entwickelt, darum geht es ja auch im Film. Ich habe mich wirklich verliebt in die Löwen! Mit ihnen zu arbeiten hat mich so glücklich gemacht. Ich bin jeden Abend mit einem Lächeln eingeschlafen. Es war so schön zu sehen, dass sie beschlossen haben, meine Freunde zu werden. Niemand hat sie dazu gezwungen! Ich wollte am liebsten die ganze Zeit mit ihnen zusammen sein. Meine Eltern hatten wohl schon Angst, dass ich selber zum Löwen werde (lacht).

Hast du Thor (also Charlie) sehr vermisst nach Ende der Dreharbeiten?

Ja, sehr. Ich habe drei Jahre meines Lebens mit ihm verbracht, und er hat immer noch einen sehr speziellen Platz in meinem Herzen. Ich besuche ihn manchmal in dem Wildreservat, in dem er nun lebt.

Mia und Löwe Charlie
Innige Beziehung: Mia und Charlie (Foto: Studiocanal Deutschland GmbH)

Wie würdest du Kevin Richardson, den Löwentrainer, beschreiben?

Er ist ein außergewöhnlicher Mann. Er ist ein Naturliebhaber und Tierschützer und ein wahrer Löwenflüsterer. Alles, was er mit den Löwen macht, beruht auf Vertrauen – nicht auf Angst. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der eine so enge Beziehung zu Löwen hatte. Fantastisch. Ich habe sehr viel von ihm gelernt.

Filmstart Mia und der weiße Löwe
Ab 31. Januar 2019 im Kino

Was wünschst du dir für den Film, wenn er nun in Europa startet?

Ich wünsche mir, dass ihn ganz viele Leute sehen und sich verlieben in Charlie und die einzigartige Schönheit der weißen Löwen. Denn sie sind eine sehr rare Spezies, und wir müssen sie beschützen, sonst sterben sie bald aus. Das wäre wirklich traurig. Ich hoffe, der Film sensibilisiert die Menschen für die Schönheit der Natur in Südafrika und macht ihnen klar, dass wir alle gut auf unsere Umwelt und die Tiere aufpassen müssen.

„Mia und der weiße Löwe“ startet am 31. Januar 2019 in den Kinos. 


Ihr habt Lust auf Kino bekommen? Auf diese tierischen Kinofilme freuen wir uns 2019!