Am nördliche Ufer der Seine, mitten im belebten Quartier Marais, liegt das Familiendomizil von Smallable-Gründerin Cécile Roederer. Ein Blick in das geschmackvolle Zuhause der Unternehmerin.

Kunstgalerien, kleine Restaurants, stilvolle Boutiquen – das Viertel „Haut Marais“ gilt als eines der schönsten in ganz Paris. Bereits im 17. Jahrhundert definierte sich der Marais als die beliebteste Wohngegend des Hochadels. Im Zuge der französischen Revolution wurde die Oberschicht vertrieben, die Einläutung des architektonischen Niedergangs. Dass das Quartier in seiner historischen Form erhalten blieb, hat Paris übrigens dem Schriftsteller und Kulturminister André Malraux zu verdanken. In den 1960er-Jahren stellte er das gesamte Viertel unter Schutz und verhinderte seine Zerstörung zugunsten moderner Hochbauten. Der Marais ist heute eines der hippsten Wohnviertel in Paris. Neben zahlreichen Touristen spricht die Gegend heute, trotz horrender Mietpreise, auch zahlreiche Familien an.

Arbeitsplatz und Wohnraum in direkter Nähe

So auch Unternehmerin Cécile Roederer, ihren Mann und Geschäftspartner Pierre Rochand sowie die gemeinsamen Kinder Nina (1) und Charles (9). Als Cécile Roederer vor genau zehn Jahren den erfolgreichen Onlineshop „Smallable“ ins Leben rief, befand sich das Büro noch in der Wohnung, in genau jenem Zimmer, das heute Sohn Charles bewohnt. Auch Meetings fanden während Céciles Schwangerschaft noch in ihrem Schlafzimmer statt. Zum Glück wurden die neuen Büroräumlichkeiten zwei Wochen vor der Geburt von Charles gefunden. Das Office liegt nur fünf Minuten von der Wohnung entfernt.

Das Kinderzimmer des neunjährigen Charles

Das Kinderzimmer

Heute trennt Cécile Arbeitsplatz und Wohnraum strikt voneinander. Auch wenn man auf dem „Tulip Chair“ von Eero Saarinnen vor dem Holzsekretär nur allzu gern mit dem Laptop Platz nehmen würde und die Arbeitszeit wohl wie im Fluge verginge … Ja, das liebevoll gestaltete „ancien immeuble appartement“ bekommt durch die Designklassiker seinen ganz besonderen Charme. Und dies gilt selbstverständlich auch für das Kinderzimmer: Fischgrät-Parkett trifft auf das architektonische Hochbett von Rafa Kids und den kleinen Eames Elefanten. Großzügige Fensterfronten lassen viel Licht in den Raum. In der Reihe der Kuscheltiere nicht fehlen darf die riesige Stoffkrake von Big Stuffed. Eine Marke, bekannt für ihre sanftmütig aussehende, ungewöhnlichen Plüschtiere. Auch wenn es im Hause Roederer in Sachen Wandgestaltung eher neutral zugeht, werden Farben eingesetzt, die miteinander harmonieren. So kommunizieren in Charles‘ Zimmer Marinetöne mit Safran und Petrol. Ihr berufliches Know-how dürfte der geschäftstüchtigen Französin auch der Gestaltung des Kinderzimmers zugute gekommen sein.

Das Esszimmer

Das eigentliche Familienleben findet häufig im offenen Eingangsbereich mit Küche und Esszimmer statt. Über dem großen Tisch im lichtdurchfluteten Raum hängt Jason Millers „Modo“-Leuchte. Der lange Esstisch wiederum ist vielseitig nutzbar, ob für große Familienessen, zum Malen mit Nina und Charles oder für gemütliche Dinner abends mit Gästen.

Die lichtdurchflutete Küche mit Jason Millers „Modo“ Leuchte

Das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer wird durch eine gigantische Sofalandschaft eingenommen. Anstelle des üblichen Flatscreen-Fernsehers schmückt ein großer Spiegel mit goldenem Antikrahmen den Kaminsims. Dass das großzügig geschnittene Apartement mitten im dicht besiedelten Pariser Zentrum liegt, würde wohl niemand vermuten. Raum, der vielerlei Möglichkeiten zur Dekoration eröffnet, ohne dadurch überladen zu wirken.

Smallable Homestory Wohnzimmer
Die großen Fenster erzeugen eine freundliche Atmosphäre

Nachhaltigkeit im Wohnraum

Wohnraum Homestory Smallable
Die Liebe liegt im Detail

Die gleichen ästhetischen Maßstäbe wie an ihre Möbel legt Cécile auch an ihren Raumschmuck. Schließlich heißt es nicht von ungefähr „l’amour en détail“. Sämtliche Stücke, die sie in ihrem Leben begleiten, finden hier Platz. Klassisch, aber mit einem gewissen Twist – eine besondere Mischung aus Vintage und Modernität. Neben Vasen, Schatullen und Textilien zählt die Französin auch Düfte, Parfums und besonders Kerzen zu ihren kleinen Mitbewohnern.

Dabei darf es auch nachhaltig sein – in der Küche finden sich zum Beispiel die beliebten Seifen von „Be Soap my Friend“. Das vegane Label fokussiert sich in der Produktion auf natürliche Rohstoffe und recyclebare Verpackungen zu erschwinglichen Preisen. Private Nachhaltigkeit, die auch im Beruflichen zum Zuge kommt. Zahlreiche Marken des französischen Onlineshops tragen soziale Verantwortung. „Durch Smallable war ich in der Lage, alle Dinge, die ich liebe, zu vereinen. Heute bin ich wahnsinnig glücklich über das, was ich tue – mit Herz und Seele“, bekennt Cécile. Mit Klassikern, produkten aus ihrem Shop und persönlichen Sammlerstücken hat sie der Pariser Altbauwohnung in eine moderne Kulisse für ihr tägliches Familienleben verwandelt. Ein Appartement, das nicht nur strahlt, sondern auch die Geschichte seiner Bwohner erzählt.

Alle Bilder: Pierre Rochand