„Vier zauberhafte Schwestern“, das sind Flame, Marina, Flora und Sky. Sie verfügen über magische Kräfte. Doch die böse Zauberin Glenda hat es auf die Mädchen und ihre magischen Fähigkeiten abgesehen. Wir haben mit Katja Riemann und Anna Thalbach über den Film, die Faszination von Hexen und ihre Liebe zu Märchen gesprochen.

Seit dem 09. Januar 2020 läuft der Film „Vier zauberhafte Schwestern“ von Regisseur Sven Unterwaldt in den Kinos. Da das Wetter ja gerade eher ungemütlich ist – plant doch mal wieder einen Kinobesuch ein! Wir haben die Schauspielerinnen Katja Riemann und Anna Thalbach zum Interview getroffen. Sie spielen die böse Zauberin Glenda (Riemann) und die Haushälterin Mrs. Duggerty (Thalbach).

Butler Oswald (Justus von Dohnányi), Zauberin Glenda (Katja Riemann) und die Haushälterin Mrs. Duggery (Anna Thalbach). Foto: ©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Kannten sie die Bücher zu den „Vier zauberhaften Schwestern“? Was war der Reiz an diesem Stoff?

Anna Thalbach: Ich glaube, der Stoff spricht einfach eine klassische Fantasie von Mädchen in diesem Alter an. So von sechs bis 14 wären die doch alle gerne mal kleine Hexen, oder? Die Bücher sprechen eine bestimmte Sehnsucht an – wobei ich ehrlicherweise auch nur eines gelesen habe.

Katja Riemann: Ich muss zugeben, dass ich die Bücher zu „Vier zauberhafte Schwestern“ auch nicht gelesen habe. Ich weiß jedoch, dass das Erscheinungsbild meiner Figur, der Zauberin Glenda Glass, nicht mehr so viel Überschneidungsmenge hat mit der Glenda aus dem Buch. Das war Absicht und wir sind alle froh, dass wir uns so entschieden haben und es von Seite des Regisseurs Sven Unterwaldt auch erlaubt wurde.

Wie sieht Glenda denn in den Büchern aus?

Anna Thalbach: Alt, grauhaarig, mit Pagenkopf. Eher wie eine Gouvernante. In so einem biederen, englischen Tweedkostüm.

Katja Riemann: Im Film hat sie nun pinke Haare in einer Art Amy Winehouse Frisur. Das war eine gemeinsame Entwicklungsarbeit zwischen Maske, Kostüm, Regie und mir. Ich liebe es, so wie es jetzt ist.

Im Film mit pinkfarbener Perücke: Katja Riemann als Zauberin Glenda (Foto: ©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH)

Wünscht sich jede Schauspielerin, einmal eine Hexe zu spielen?

Anna Thalbach: Man wünscht sich Rollen, die Spaß machen und die einem Gestaltungsrahmen bieten. Natürlich ist eine Hexe da eine dankbare Figur. Eine Hexe ist ja fast anarchistisch mit den vielen Möglichkeiten, die ihre Fähigkeiten ihr erlauben – deshalb hat Katja ja auch die Gunst der Stunde genutzt und sich gleich die pinkfarbene Perücke gegriffen (lacht).

Katja Riemann: Es hat wirklich großen Spaß gemacht. Wir waren frei und durften alle schauspielerischen Mittel benutzen, unser Regisseur Sven Unterwaldt hat uns da unterstützt und konnte sich immer begeistern.

Hatten sie beide Einfluss auf die Kostüme?

Anna Thalbach: Mein Kostüm stand quasi schon fest und war fertig. Bei der Kostümprobe hat man mir gesagt, dass ich „eingehäkelt“ werde. Da hatte ich anfangs dann doch Sorge, denn wir haben im Sommer gedreht, und ich dachte: Wird das nicht zu heiß, kratzt das, halte ich das aus? Aber ich kannte die Kostümbildnerin und hatte da vollstes Vertrauen, dass sie das auch hinbekommt. Und so war es dann auch. Birgit Hutter heißt sie, eine ganz tolle Frau, eine exquisite Dame.

Haben sie ihren Töchtern auch Märchen vorgelesen?

Katja Riemann: Ich habe ganz viel vorgelesen, nicht nur Märchen. Aber auch die, klar.

Auch gruselige Märchen?

Anna Thalbach: Kinder lieben es, sich zu gruseln. Gerade die Märchen von Wilhelm Hauff sind total gruselig. Auch die Märchen von Hans-Christian Andersen sind ja zum Teil ziemlich heftig.

Katja Riemann: Da sterben ja auch immer alle! Oder werden zu Stein verwandelt.

Anna Thalbach: Ja, aber Kinder können ein wenig Grusel auch vertragen. Man muss Kinder nicht immer in Watte packen wollen. Das finde ich heutzutage ein wenig anstrengend, dass man da immer so behutsam sein soll. Außerdem ist das auch eine Typfrage. Die einen heulen los, wenn es gruselig wird, und wollen ganz schnell weg. Und die anderen finden gerade das dann richtig spannend und wollen bleiben. Beides hat doch auch seine Berechtigung.

 

Unser Fazit: „Vier zauberhafte Schwestern“ (Filmstart 09.01.2020) von Sven Unterwaldt läuft bundesweit in den Kinos und bietet beste Familienunterhaltung. Besonders Mädchen und Jungen mit einem Faible für Zauberei, Gesang und Kröten werden den Film lieben.

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