Am 23. Januar startete „Die Wolf-Gäng“ in den Kinos. Im Film rund um den kleinen Vampir Vlad und seine Freunde spricht Sonja Gerhardt die Sekretärin des Bürgermeisters, Frau Circemeyer. Wir haben die Schauspielerin in Berlin zum Interview getroffen.

Zum Film: Vlad, der kleine Vampir ist gerade mit seinem Vater (Rick Kavanian) nach Crailsfelden gezogen. Crailsfelden ist ein magischer Ort voller Hexen, Feen, Zauberer und Trolle. Vlad kommt als Neuling auf die Penner-Akademie, die örtliche Zauberschule. Und er hat für einen Vampir ein recht ungewöhnliches Problem: Er kann kein Blut sehen. Doch zum Glück findet er schnell neue Freunde, die ebenfalls kleine Macken haben: Faye, die Fee mit Flugangst, und Wolf, den Werwolf mit der Tierhaarallergie. Zusammen sind sie die „Wolf-Gäng“ und kommen einer Verschwörung rund um den Bürgermeister (Christian Berkel) und seiner Sekretärin (Sonja Gerhardt) auf die Spur.

Luna: Hatten Sie als Kind oder Jugendliche eine Schwäche für Vampire, Hexen oder andere Wesen mit besonderen Kräften?

Sonja Gerhardt: Ja, ich glaube alle Kinder lieben es, sich in solche magischen Fantasiewelten zu träumen. Wobei das bei mir nicht ganz so extrem ausgeprägt war. Aber faszinierend fand ich diese Wesen auf jeden Fall.

Waren Sie auch ein Fan von Harry Potter?

Ich bin ein Harry-Potter-Fan, wobei ich gestehen muss, dass ich die Bücher nicht gelesen habe. Aber ich habe die Filme angeschaut und fand die auch ganz toll. Ein Harry-Potter-Experte bin ich nicht, aber ich mag die Figuren und freue mich auch, wenn Leute sagen, dass „Die Wolf – Gäng“ sie an Harry Potter erinnert. Da gibt es ja auch einige Parallelen. Zum Beispiel die Zauberschule. Die bei unserem Film allerdings „Penner-Akademie“ heisst.

Im Film geht es um Vlad und seine Freunde Faye und Wolf, die „Wolf-Gäng“. Die besonders deshalb so sympathisch sind, weil sie alle drei Außenseiter sind. Waren Sie auch schon einmal eine Außenseiterin?

Nein, so eine richtige Außenseiterin war ich nicht. Zumindest nicht, dass ich mich daran erinnere. Aber was ich als Kind bereits gemacht habe, und das war natürlich schon etwas relativ Außergewöhnliches: Ich habe mit 5,6 Jahren angefangen, im Kinderensemble des Friedrichstadtpalastes zu tanzen. Es gab damals eine Ausschreibung in der Zeitung, dass Kinder
gesucht werden. Und ich hatte eine Freundin, die etwas älter war als ich, aber alleine nicht zum Vortanzen wollte. Dann bin ich mit ihr hin und wurde genommen. Das war natürlich toll, hat aber auch einen vollen Probenplan bedeutet und mir sehr viel Disziplin abverlangt. Insofern war es eine sehr gute Vorbereitung für meinen späteren Beruf als Schauspielerin.

Sie spielen in „Die Wolf-Gäng“ die Sekretärin des Bürgermeisters, Frau Circemeyer. Wie würden Sie Ihre Figur beschreiben?

Frau Circemeyer ist eine sehr selbstbewusste Person und eigentlich auch sehr liebenswert. Obwohl sie im Film den Part der „Bösen“ hat. Aber so richtig böse ist sie nicht. Sie will im Grunde alles richtig machen. Mir hat diese Widersprüchlichkeit gefallen und eben auch, dass sie als Figur sehr liebevoll angelegt wurde. Außerdem hat mir auch ihr Kostüm gefallen. Die falschen Zähne, die Perücke, der ausgestopfte Po. Die Zahnschiene habe ich nach dem Dreh sogar behaltenund auf Instagram ein paar Mal etwas in dem Look gepostet beziehungsweise sie noch ein paar Mal zum Einsatz gebracht. Ich mag Frau Circemeyer sehr, es hat einfach Spaß gemacht, sie zu spielen.

Warum hat es Sie gereizt, in diesem Kinder-Fantasy-Film mitzuspielen?

Ich habe als ich jünger war bereits einige Kinderfilme gemacht: „Die Wilden Hühner und das Leben“ zum Beispiel oder „Die Pfefferkörner“. Jetzt fand ich es schön, tatsächlich zum ersten Mal eine Erwachsene in einem Kinderfilm zu spielen. Außerdem finde ich, dass „Die Wolf-Gäng“ ein äußerst liebevoll und gut gemachter Film für die ganze Familie geworden ist.

„Die Wolf-Gäng“ startet am 23. Januar 2020 in den Kinos.