Das Coronavirus ist hochansteckend und breitet sich momentan auch bei uns immer weiter aus. Trotzdem sollten Eltern nicht in Panik verfallen. Wie man sich selbst und seine Kinder schützen kann und wie man ihnen erklärt, was es mit dem Virus auf sich hat, erfahrt ihr hier.

Die Angst vor dem Coronavirus ist auch in Deutschland groß. Kein Wunder: Taglich berichten die Medien über eine steigende Zahl von Infizierten. Besonders schlimm ist die Lage in Italien. Aber auch hierzulande stecken sich immer mehr Menschen mit dem Virus an. Wie erklärt man seinen Kindern, was da gerade passiert? Und wie vermeidet man es, in Panik zu verfallen und Ängste zu schüren?

Deutschland ist gegen Corona gut gerüstet

In Deutschland muss man nicht in Panik verfallen. Natürlich gilt es, das Coronavirus sehr ernst zu nehmen und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Aber Hamsterkäufe von Klopapier, Nudeln, Dosensuppen und Mehl oder das Bunkern (oder gar Klauen) von Desinfektionsmitteln und Schutzmasken sind nicht hilfreich. Solche Aktionen sorgen gerade bei Kindern für unnötige Verunsicherung und helfen nicht, die Lage zu verbessern. Vielmehr ist es wichtig, Kindern sachlich und ruhig das Coronavirus und seine Begleiterscheinungen zu erklären.

Was ist eigentlich ein Virus?

Kinder und Corona
Das Coronavirus stammt aus China und verbreite sich inzwischen auch in Europa rasant (Foto: Pixabay)

Viren sind praktisch überall. Wir sind tagtäglich mit ihnen konfrontiert. Man kann sie nicht sehen, aber sie werden von Mensch zu Mensch übertragen. Zum Beispiel durch Niesen, Husten, Hände schütteln oder Küssen. Jeder Schnupfen oder eine „normale“ Erkältung kann so weitergegeben werden.

In der Regel wird der Körper damit auch gut fertig und wir werden von alleine wieder gesund. Das Schwierige am Coronavirus ist, dass es offensichtlich sehr ansteckend ist. Zudem ist das Virus neu. Man weiß noch nicht sehr viel darüber, und es gibt bisher noch keinen Impfstoff dagegen.

Wie kann man sich schützen?

Am besten schützt man sich im Alltag durch bestimmte Hygienemaßnahmen. Dazu gehören:

Hände waschen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen, um Krankheiten vorzubeugen. Bild: Getty

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen: Nach der Toilette, vor dem Essen, nach dem Spielen mit anderen Kindern oder Erwachsenen. Dabei reicht Seife. Desinfektionsmittel ist im normalen Alltag nicht nötig. Auch Obst und Gemüse sollte man vor dem Verzehr unbedingt gründlich waschen.

In die Armbeuge husten oder niesen: Wie bei jeder ansteckenden Krankheit gilt auch bei Corona, dass man andere Menschen nicht anhusten oder anniesen soll. Lieber in die Armbeuge husten oder sich wegdrehen. Gebrauchte Taschentücher sollten umgehend entsorgt werden.

Menschenmengen meiden: Wenn es geht, sollte man momentan Ansammlungen von vielen Menschen meiden, da die Ansteckungsgefahr hoch ist. Deshalb vielleicht besser nicht ins Fußballstadion, auf ein Konzert oder zu anderen Veranstaltungen gehen, bei denen sehr viele Menschen aufeinander treffen.

Gesunde Ernährung und viel Trinken: Ein gesundes, starkes Immunsystem ist zur Abwehr von jeder Art von Viren wichtig. Deshalb sollten Eltern wie immer auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung ihrer Kinder mit viel Obst und Gemüse achten und dafür sorgen, dass Kinder ausreichend trinken.

Hände aus dem Gesicht: Auch wenn es sinnvoll wäre, sind manche Hygienetipps für Kinder schwer auszuführen. Sich mit den Händen möglichst nicht ins Gesicht fassen, ist zum Beispiel einer. Schon uns Erwachsenen fällt es schwer, warum also sollten Kinder hier mehr Disziplin haben. Das einzige was hilft: Beim Nachhausekommen gleich die Hände waschen und auch zwischendurch öfter mal die Kinder zum Händewaschen animieren.

Werden Kitas und Schulen geschlossen?

Bislang gibt es laut Gesundheitsministerium keinen Grund, Kitas und Schulen prophylaktisch zu schließen. Sollten sich Lehrer, Erzieher oder Kinder infizieren, wird individuell entschieden und die Einrichtung vermutlich vorübergehend geschlossen. Aber eine pauschale Schließung öffentlicher Einrichtungen oder Schulen wie in Italien, steht momentan nicht zur Diskussion.

Sind Kinder besonders gefährdet?

Die gute Nachricht: Für Kinder scheint das Coronavirus nicht so gefährlich zu sein wie für Erwachsene. Die typischen Symptome wie Husten, Halskratzen oder Niesen verlaufen bei ihnen deutlich milder. Kinder stecken sich auch seltener untereinander an. Wenn, dann bekommen sie das Virus eher durch den Kontakt mit Erwachsenen. Es gibt also keinen Grund, das Spielen mit anderen Kindern zu verbieten oder einzuschränken.

Besonders gefährdet sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und einem deutlich geschwächten Immunsystem. Normal gesunde Erwachsene werden mit dem Virus in der Regel gut fertig. Männer über 50 erkranken offenbar häufiger als jüngere Männer, Frauen insgesamt etwas seltener.

Wohin darf man noch reisen?

In vielen Bundesländern stehen bald die Osterferien an. Eltern fragen sich, wohin sie mit ihren Kindern noch reisen können bzw. ob der bereits gebuchte Urlaub nun ins Wasser fällt?

Italien gehört zu den Ländern, die vom Coronavirus am stärksten betroffen sind. Von Reisen nach Südtirol und Norditalien rät das Gesundheitsministerium derzeit ausdrücklich ab. Wer aber einen Urlaub auf Mallorca oder Ferien in Dänemark gebucht hat, muss sich keine Sorgen machen.

Generell sollte man auf Flughäfen besonders die oben genannten Hygienemaßnahmen beachten, da hier viele Menschen aus verschiedenen Ländern Kontakt miteinander haben. Umweltfreundlicher und weniger Corona-gefährdet ist in den Osterferien ein Urlaub innerhalb Deutschlands. Bayerischer Wald, Schwarzwald, die Alpenregion, Ost- und Nordsee… Ziele gibt es viele.

Aber auch bei bestimmten Fernreisen besteht kein Grund zur Sorge, denn viele Länder sind noch gar nicht vom Corona-Virus betroffen. Vielleicht haben wir ja Glück, und der Frühling kommt bald mit wärmeren Temperaturen und Sonnenschein zu uns. Auch das wäre gut im Kampf gegen Corona: Das Virus mag keine Wärme. Steigende Temperaturen und trockenes Hochdruckwetter würden uns also allen in jeder Hinsicht guttun!

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Bilder: Pixabay