Abwechslungsreiche Beschäftigung zu Zeiten von Corona – wenn die Ideen zur Kinderunterhaltung ausgehen, erscheinen Videospiele und Apps als dankbare Alternative zur Belustigung der Kleinen. Eine Video-App boomt während der Pandemie besonders stark: TikTok. Mittlerweile zählt die chinesische Plattform zu den weltweit am häufigsten heruntergeladenen Apps . Doch inwieweit ist TikTok auch etwas für Kinder?

Perfekt für eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, denn die hochgeladenen Videos dauern meist nur 15 Sekunden. Dort können Nutzer Songs mitsingen, tanzen und natürlich mit der ganzen Welt teilen. Für viele Kids und Jugendliche eine Möglichkeit, sich als Popstar auszutoben. Denn besonders kreative Selbstinszenierung tragen zu vielen Likes und Kommentaren bei. Doch genau das führt bei vielen Eltern zu großen Bedenken? Inwieweit verlieren Kinder den Bezug zur Relalität und Selbstwahrnehmung? Sind sie vorbereitet auf Cybermobbing und Shitstorms? Und sind alle Inhalte auch wirklich kindgerecht? Wir  geben euch 4 Tipps mit auf den Weg, wenn ihr TikTok mit euren Kindern nutzen wollt. Schließlich kann es mit einigen Regeln auch riesengroßen Spaß bereiten, so wie Hollywood-Star Jessica Alba mit ihren Kindern beweist:

 

@jessicaalbaMe & Honorcita ##happyathome ##workoutathome ##funkytown -ended on a high note ?????????? Funky Town – The Dance Queen Group

4 Tipps zur TikTok Nutzung für Kinder

I. Privatsphäre schützen

Sobald das erste Konto erstellt ist die Grundeinstellung auf „öffentlich“ gesetzt, bedeutet die Öffentlichkeit kann alle Videos sehen und kommentieren. Diese Funktion kann und sollte zu Beginn geändert werden. Setzt einfach das Konto auf „privat“, so kann zusätzlich auch die Sichtbarkeit des Standortes deaktiviert werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, keine Infos zum Aufenthaltsort (wie Straßenschilder etc.) zu teilen.

II. Inhalte kontrollieren

Zwar ist die offizielle Nutzung von TikTok erst ab 13 Jahren erlaubt, viele jüngere Kinder greifen aber auch darauf zurück. Da die Videoinhalte nicht gefiltert werden können, begleitet am Besten euren Nachwuchs beim Streamen und seht euch gemeinsam nur Dinge an, die auch altersgerecht sind.

III.  Bewusst reagieren

Auch wenn euer Profil auf „privat“ gestellt wurde, können auch negative oder sogar verletzende Kommentare unter den Videos erscheinen. Wie bewahrt man die Kinder vor Cybermobbing? Überlegt gemeinsam mit euren Kids, warum die Kommentare verfasst wurden, was wirklich dahintersteckt und wie man mit Kritik am besten umgeht.

IV. Trügerische Werbung erkennen

Viele der großen Nutzer mit hoher Reichweite werden von Firmen gesponsert und präsentieren Produkte wie Kleidung oder Spielwaren, die eine bestimmte Zielgruppe auf TikTok erreichen soll, um zum Kauf anzuregen. Sprecht mit eurem Kind über den Einsatz von Werbeprodukten und schafft damit gemeinsam ein Bewusstsein für gesponserten und nicht gesponserten Content.

Vater und Sohn TikTok
Peinlich oder sinnvoll? Nutzt die App doch gemeinsam mit euren Kindern! Bild: Getty

Übrigens:

Vor Kurzem hat TikTok mit einem Update die Funktion „Begleitender Modus“ eingeführt, damit können Eltern über Ihr eigenes Smartphone festlegen, wie lange die Kinder die App täglich nutzen dürfen. Ist die Zeit abgelaufen, kann nur ein Passwort weiteres Kontingent freischalten. Zusätzlich können Eltern einstellen, dass Kinder nur Nachrichten von Freunden bekommen. So funktioniert’s: Die TikTok-App herunterladen und anschließend einen QR-Code vom Gerät des Kindes einscannen. Erst dieser schaltet den Modus frei.

Teaser- und Sliderbild: Unsplash