Endlich Frühling! Endlich raus ins Grüne! Und am meisten Spaß macht es natürlich, selber in der Erde zu buddeln und zu sehen, wie etwas wächst. Hier sind ein paar Tipps fürs Gärtnern mit Kindern. Sie funktionieren für Garten und Balkon.

Pflanzen vorziehen

Die Temperaturen steigen, aber viele Samen keimen nur, wenn es konstant warm ist. Diese kann man sehr gut in einem Minigewächshaus vorziehen (gibt es in Baufachmarkt oder im Gartenhandel). Tomaten zum Beispiel werden jetzt schon vorgezogen. Füll die Saatschale bis ungefähr einen Zentimeter unter den Rand mit Aussaaterde, wässere sie ein bisschen (nicht zu viel). Dann bohrst du mit einem Holzstab Löcher in die Erde und legst je ein Samenkorn hinein. Es muss genügend Abstand zwischen den Löchern sein, damit die kleinen Pflänzchen Platz haben.
Jetzt mit einer Sprühflasche alles vorsichtig befeuchten und die Samen mit einer feinen Schicht Erde bedecken (außer es sind Lichtkeimer! Steht auf der Packung!). Stell dein Minigewächshaus an einen warmen, hellen Ort und halte die Erde immer schön feucht. Sobald du das erste Grün entdeckst solltest du täglich kurz den Deckel des Häuschens abnehmen, damit die kleinen Pflanzen auch genügend Luft bekommen.

25 Dinge, die im Frühling mit Kindern besonders viel Spaß machen findet ihr hier.

Ab ins richtige Zuhause

Wenn die Pflanzen in dem Gewächshaus groß genug sind, dann können sie in kleine Töpfe umziehen. Dazu bohrst du mit einem Löffel neben der Pflanze in die Erde (vorsichtig, nicht die Wurzeln beschädigen), hebst sie mit genügend Erde drumherum heraus und setzt den kleinen Pflanzballen in einen größeren Topf der bereits mit Erde gefüllt ist. Hier bohrst du wieder ein Loch, setzt die Wurzeln vorsichtig hinein und drückst die Erde darum herum vorsichtig fest. Fertig!

Welche Pflanzen werden vorgezogen

Die Auswahl von Pflanzen die vorgezogen werden ist sehr groß, und meist sind es Gemüsesorten. Tomaten, Paprika, Zucchini, Kapuzinerkresse, Gurken brauchen den Zwischenstopp im Gewächshaus, aber auch Kürbisse und Kohlrabi.
Tomaten und Kresse kannst du danach wunderbar auf dem Balkon in einem Topf wachsen lassen. Zucchini brauchen wenn sie dort gedeihen sollen einen sehr großen Topf. Und Gurken lieben einen sonnigen, luftigen und geschützten Standort, sind aber nichts für den Balkon. Kräuter wie Salbei, Basilikum, Thymian lassen sich ebenfalls sehr gut auf der Fensterbank vorziehen und dann auf dem Balkon in kleine Töpfe versetzen.

Mehr Tipps für kleine Gärtner findet auch in diesen Büchern.

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Das wächst direkt im Beet

Wenn du einen eigenen Garten hast, kannst du deine Pflänzchen ab Mitte Mai ins Freie setzen. Dann ist kein Bodenfrost mehr zu erwarten, der ihnen etwas anhaben könnte. Aber es gibt auch viele Gemüsesorten, die du direkt ins Freie setzen kannst: Radieschen zum Beispiel werden im Beet gezüchtet, genauso wie Karotten. Großen Spaß macht es auch Kartoffeln zu stecken. Dafür lässt du die Kartoffelknollen erst ein paar Tage an einem hellen Standort vorkeimen und setzt sie dann in die Erde (geht auch mit weniger Kartoffeln in einem großen Topf auf dem Balkon).

Ein Garten für die Sinne

Ein besonderes Erlebnis für deine Nase (und später auch für deine Geschmacksnerven) ist ein Kräutergarten. Pfefferminze wächst schnell und ist vollkommen unproblematisch. Zitronenmelisse duftet und hat – wie der Name schon sagt – ein Zitronenaroma. In selbst gemachter Limonade schmeckt sie einfach köstlich. Basilikum möchte einen warmen, sonnigen Standort – hält es aber auch gut auf der Fensterbank aus. Nicht zu viel gießen, sonst bekommt er lästige Schädlinge. Salbei ist nicht nur gut gegen Halsschmerzen sondern schmeckt auch lecker in Soßen. Auch er mag es warm und sonnig. Und Lavendel hält Stechmücken fern, mag es trocken und sonnig und belohnt dafür mit einem wundervollen Duft. Rauke dagegen wächst super im Halbschatten, ist unkompliziert und schmeckt prima auf einem Quarkbrot oder im Salat. Das Gleiche gilt für Schnittlauch.

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Ein Hotel für kleine Helferlein

Im Garten (und auf dem Balkon oder auf der Terrasse) gibt es viele Insekten die nützlich sind. Sie bestäuben die Pflanzen im Garten, einige davon fressen lästige Schädlinge. Damit sie in der Nähe deiner Pflanzen wohnen, kannst du ihnen ein Insektenhotel bauen. Dazu brauchst du ein Holzscheit oder ein Stück Baumstamm (Durchmesser ca. 20 cm). Jetzt bohrst du mit einem Handbohrer (lass dir von deinen Eltern helfen) oder mit einer Bohrmaschine unterschiedlich große Löcher in den Stamm. Sie müssen nicht besonders tief sein, ein paar Zentimeter reichen. Befestige dein Insektenhotel mit Draht an einem sonnigen bis halbschattigen Platz der möglichst wind- und regengeschützt ist. Das geht auch prima auf dem Balkon. Schon bald werden erste Gäste heranfliegen und ihre Eier in den Bohrlöchern ablegen und die Löcher versiegeln. Nach einiger Zeit schlüpft der nützliche Nachwuchs.

Endlich wieder draußen spielen: Hier findet ihr tolles Outdoor-Spielzeug für warme Tage.

Bilder: Shutterstock (3)