Kinder können uns helfen zu erkennen, wer wir waren, bevor die Welt uns sagte, wer und wie wir sein sollten. Je älter wir werden, desto mehr verlieren wir unsere kindliche Neugierde und das Lebens wird komplizierter. Unser natürliches und hemmungsloses Verhalten wird von der Gesellschaft verfärbt. Irgendwann erkennen wir, dass wir zu dem zurückkehren wollen, was wir als Kinder waren.

 

Sobald wir unsere erlernten Ansichten über die Welt beiseite legen, erkennen wir, dass wir mit den einfachsten Dingen im Leben glücklich sein können. Und wir können viel von Kindern lernen, wenn wir ihrer unschuldigen Freude an kleinen Dingen folgen. Kinder können uns helfen, wieder zu dem zu werden, was wir waren, bevor die Welt uns sagte, wer wir sein sollen!

Was Eltern von Kindern lernen können
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Was können also Erwachsene von Kindern lernen?

Ihr könnt mit einer simplen Sache anfangen: Macht einen Spaziergang mit einem Kind und geht anschließend den selben Weg mit einem anderen Erwachsenen. Kinder beobachten sehr aufmerksam, was um sie herum passiert. Ihr werdet überrascht sein, welch unterschiedliche Sachen euch auffallen und was ihr alles erklären werdet, wenn ihr mit einem Kind unterwegs seid.

Mehr Lachen

Untersuchungen zeigen, dass Kinder etwa 300 Mal am Tag lachen. Und Erwachsene? Was schätzt ihr? Im Durchschnitt nur 5 Mal! Lacht mehr, seid fröhlich und zeigt es auch! Lachen gibt euch ein gutes Gefühl.

Menschen einschätzen

Kinder haben ein gutes Bauchgefühl und entscheiden schnell, ob sie jemanden mögen oder nicht. Und wenn nicht, gehen sie einfach weg und spielen mit jemand anderem. Lasst euch also auch nicht von Personen, die ihr nicht mögt, die Energie rauben!

Seid neugierig

Nehmt die kindliche Neugierde wieder an. Kinder können Millionen Fragen stellen, wollen alles wissen, entdecken und hinterfragen. Nur so lernen sie. Leider vergessen wir oft neugierig zu sein und hören dabei auf, zu lernen und Neues zu entdecken.

Werdet kreativ

Kinder malen, zeichnen und bauen ein Konstrukt mit Legosteinen nach dem anderen. Sie spielen, sie zerstören und fangen wieder von vorne an. Sie überdenken ihre Arbeit nicht, sondern machen einfach und sind kreativ.

Im Hier und Jetzt leben

Erwachsene würden sagen, dass es unverantwortlich und unvernünftig sei, sich keine Sorgen um die Zukunft und was morgen ist zu machen. Wir können das nachvollziehen. Aber das bedeutet auch, dass wir die Schönheit der Gegenwart nicht sehen. Wir sind so beschäftigt, uns um andere Dinge zu kümmern, dass wir vergessen, die kleinen Momente zu genießen. Kinder verstehen nicht, warum der morgige Mathetest etwas ist, weshalb man sich heute stressen sollte.

Selbstvertrauen

Erwachsene kritisieren gerne und stellen all ihre negativen Seiten und Dinge, die wir nicht gut können, heraus. Als Kinder tauschten wir Erfahrungen aus, übernahmen Hauptrollen und teilten unsere Erfolgsgeschichten. Heute erkennen wir nicht mehr, worin wir gut sind, weil wir uns auf unsere Schwächen konzentrieren.

Ohne Vorurteile

Kinder beurteilen Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder Religion, oder irgendetwas anderem! Kinder verurteilen nicht, das ist etwas, was sie später lernen oder annehmen. Als Erwachsene müssen wir uns auf die einfache Regel besinnen: Wenn wir nicht beurteilt werden möchten, müssen wir aufhören, andere zu beurteilen.

Veränderungen annehmen

Wir haben Angst vor Veränderungen und sind allem misstrauisch gegenüber, das neu ist oder nicht unseren Auffassungen entspricht. Kinder hingegen sind viel flexibler und passen sich neuen Situationen leichter an. Außerdem können sie sich für Neues viel schneller begeistern.

Nichts ist unmöglich

Daran glauben Kinder immer. Und das ist vielleicht auch das Wichtigste, das Erwachsene von Kindern lernen können. Denn man kann viel mehr erreichen, als man glaubt. Egal, was euer Traum ist, er wird wahr. T

Also: Geht mit euren Kindern auf Entdeckungsreise, lernt neue Dinge, beantwortet ihre Fragen und teilt ihre Träume. Und eure!

Hier lest ihr, wie ihr als Eltern das Selbstvertrauen eurer Kinder stärken könnt.

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